Gemeinsame Pressemitteilung: Verbände der Krankenkassen Nordrhein-Westfalen Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen Ärztekammern Westfalen-Lippe und Nordrhein

10 Jahre externe Qualitätssicherung in NRW-Krankenhäusern: Kontinuierliche Verbesserung der transparenten Behandlungsqualität und ambitionierte Ziele für die Zukunft

10. Ergebniskonferenz zur externen stationären Qualitätssicherung NRW in Düsseldorf

10. Ergebniskonferenz Qualitätssicherung in NRW

Die 10. Ergebniskonferenz externe Qualitätssicherung in NRW 2012 in Düsseldorf. Foto: bre

Düsseldorf, 19.9.2012. Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen haben ihre Behandlungsqualität in den vergangenen Jahren im Interesse der Patientinnen und Patienten kontinuierlich verbessert und die Ergebnisse der Qualitätsindikatoren einer breiten Öffentlichkeit transparent vorgestellt. Um diesen Prozess weiter zu befördern, wurden ambitionierte Ziele für ausgewählte medizinische Versorgungsbereiche formuliert. Dies waren die zentralen Ergebnisse der diesjährigen Ergebniskonferenz des Lenkungsausschusses Qualitätssicherung NRW (qs- nrw), die zum zehnten Male durchgeführt wurde.

Auf der Jubiläumsveranstaltung, die unter Beteiligung der nordrhein-westfälischen Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter Barbara Steffens stattfand, wurden im Rückblick auf 10 Jahre Qualitätssicherung in NRW die dynamischen Entwicklungen in den Krankenhäusern in diesem Bereich dargestellt. Darüber hinaus diskutierten Experten der Krankenkassen, der Ärzteschaft, der Patientenvertretungen und der Krankenhäuser über die Erkenntnisse aus der externen Qualitätssicherung. Daneben wurden aktuelle Entwicklungen und Perspektiven für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Qualitätssicherung im Krankenhaus aufgezeigt.

Gesundheitsministerin Barbara Steffens hob die Bedeutung der Qualitätssicherung für die über vier Millionen Patientinnen und Patienten, die in den NRW-Kliniken jährlich behandelt werden hervor: „Informationen über die Qualität der Behandlung sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für Patientinnen und Patienten, eine fundierte und informierte Entscheidung über den Ort zu treffen, an dem man behandelt werden möchte. Alle verfügbaren Informationen sollten daher für alle Patientinnen und Patienten auf einfache Weise zugänglich gemacht werden."

Nach einem bundeseinheitlichen Verfahren wurden im Jahr 2011 in 371 Krankenhäusern in NRW rund 994.000 Behandlungsfälle in 30 Leistungsbereichen wie Gynäkologie/Geburtshilfe, Chirurgie, Orthopädie, Kardiologie und Innerer Medizin mit über 430 Qualitätsindikatoren dokumentiert und von der Geschäftsstelle Qualitätssicherung ausgewertet.

„Zur Sicherung der medizinischen Versorgungsqualität setzt sich jedes einzelne Krankenhaus fortlaufend mit dem Verbesserungspotenzial in seinen Behandlungsabläufen auseinander. Die Qualitätssicherung liefert in diesem Prozess viele relevante Kennzahlen für das Qualitätsmanagement unserer Krankenhäuser. Im Mittelpunkt stehen hier die Qualitätstransparenz und die Optimierung von Qualitätsparametern in der Patientenversorgung. Dies belegen die letzten 10 Jahre  qs-nrw eindrucksvoll“, betonte Matthias Blum, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender des Lenkungsausschusses QS-NRW.

So werden schon jetzt die Daten und Ergebnisse der 182 besonders aussagekräftigen Qualitätsindikatoren in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser veröffentlicht und liefern damit maßgebliche Informationen für Patientinnen und Patienten sowie für einweisende Ärztinnen und Ärzte.

Matthias Mohrmann, Mitglied des Vorstands der AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse anerkannte die qualitativen Verbesserungen in einzelnen Leistungsbereichen durch die NRW-Kliniken. „Aber der alleinige Blick auf den stationären Erstaufenthalt greift zu kurz, zumal wenn der explizite Einbezug der Patientenzufriedenheit noch nicht gegeben ist“, merkte er kritisch an. „Beispiele aus uns vorliegenden Routinedaten zeigen, dass gerade in der Verlaufsbetrachtung deutliche qualitative Unterschiede zwischen den Krankenhäusern zu Tage treten.“ Er forderte noch größeren Mut zur Qualitätstransparenz und wünschte sich eine Ausweitung der vom AQUA-Institut im Januar dieses Jahres erstellten regionalen Versorgungslandkarten auf weitere Qualitätsindikatoren, ein Instrument, das auch im Bereich der ambulanten Versorgung einen neuen Schwung in die Qualitätssicherung bringen würde.

„Die medizinische Qualitätssicherung ist seit mehr als 30 Jahren ein wichtiges Anliegen der ärztlichen Selbstverwaltung“, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein. Die Ärztekammern in NRW haben nach seinen Worten auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet – etwa mit der Einführung der Rheinischen und Westfälischen Perinatalerhebung im Jahr 1982, die maßgeblich zur Senkung der seinerzeit im internationalen Vergleich hohen perinatalen Mortalität beigetragen habe. „Qualitätssicherung kann nur erfolgreich sein, wenn ärztlicher Sachverstand ausreichend in den Qualitätssicherungsgremien vertreten ist“, so Henke weiter. Die ärztliche Bewertung der Ergebnisse im Dialog mit den Krankenhausärzten ist Grundlage der Qualitätsverbesserungsarbeit. Dabei leisten die Kammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, bei denen die Landesgeschäftsstelle der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung NRW angesiedelt ist, nach Henkes Worten einen unverzichtbaren fachlichen und organisatorischen Beitrag zum Erfolg des akzeptierten Verfahrens.

Internetlink Dokumentation der Ergebniskonferenz


Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Lothar Kratz, Referatsleiter Politik, PR und Presse der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen,
Telefonnummer 0211 / 4 78 19 70, E-Mail lkratz@kgnw.de

André Maßmann M. A., Pressesprecher der AOK Rheinland/Hamburg,
Telefonnummer 0211 / 87 91 12 62, E-Mail andre.massmann@rh.aok.de

Horst Schumacher, Pressesprecher der Ärztekammer Nordrhein,
Telefonnummer 0211 / 43 02 20 10, E-Mail pressestelle@aekno.de


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letzte Änderung am: 22.10.2012



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