Düsseldorfer Universität sucht hausärztliche Lehrpraxen

Düsseldorf, 5. März 2014. Hausärztinnen und Hausärzte spielen eine zentrale Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung. 90 Prozent aller Versicherten suchen im Laufe eines Jahres ihren Hausarzt des Vertrauens auf. Für Menschen in ländlichen Regionen, etwa am Niederrhein, und in einzelnen Stadtteilen der Großstädte in NRW wird es derweil zunehmend schwerer, einen Hausarzt in erreichbarer Nähe zu finden.

Die Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat auf diese Entwicklung reagiert: Mit dem Wintersemester 2013/14 hat sie ihr neues Curriculum Medizin gestartet und das Studium der Humanmedizin komplett neu ausgerichtet: Mehr Praxisbezug, mehr Patientenbezug, mehr Kompetenzorientierung, mehr Integration der Fächer und mehr Selbstverantwortung  der Studierenden sollen so erreicht und gelebt werden. Dazu gehört auch, dass die Studierenden in der hausärztlichen Versorgung bereits ab dem 2. Semester und fortlaufend bis zum Ende ihres Studiums in Praktika regelmäßig Patientenkontakt haben.

Das Institut für Allgemeinmedizin (ifam) der Heinrich-Heine-Universität (HHU) sucht mit Unterstützung des Landes NRW dringend weitere Hausarztpraxen in Düsseldorf und Umgebung, die als akademische Lehrpraxen der HHU ein- oder mehrmals im Jahr Studierende für eine oder zwei Wochen in ihrer Praxis ausbilden. Interessierte Hausärztinnen und Hausärzte können sich

am Mittwoch, 19. März 2014

von 17:30 bis 19 Uhr

im Haus der Universität,

Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf
(Internetlink www.hdu.hhu.de),

über das Programm informieren und Fragen stellen. Der Titel der Veranstaltung lautet „Düsseldorfer Hausärzte und ihre Universität“.

Im Mittelpunkt der Ausbildung in den Lehrpraxen stehen das Patient-Arzt-Gespräch über die aktuellen Beschwerden und Anliegen (Anamnese) und die körperliche Untersuchung der Patienten, eingebettet in den ganz normalen Praxisalltag. Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Wilm, Direktor des ifam und selbst niedergelassener Hausarzt, meint dazu: „Die Praxisteams, die schon Studierende in ihren Praxen betreut haben, können es bestätigen – die Studierenden sind motiviert und engagiert, und die Patienten machen gerne mit, wenn es um die gute Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte von Morgen geht.“

Hintergrund:

Nach einer Übersicht des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums droht 69 Gemeinden in NRW eine Gefährdung der wohnortnahen flächendeckenden hausärztlichen Versorgung. In 48 weiteren ländlichen Gemeinden zeichnet sich diese Entwicklung auf mittlere Sicht ab. In der Region Nordrhein ist der durchschnittliche Hausarzt knapp 53 Jahre alt; er kümmert sich im Schnitt um 1.600 Einwohner. Gut ein Drittel dieser Hausärzte wird in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehen. Nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein müssten bis zum Jahr 2030 circa 5.000 Hausärztinnen und -ärzte ersetzt werden, um den Versorgungsstand von heute zu halten. (Stefan Wilm)

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Wilm

E-Mail stefan.wilm@med.uni-duesseldorf.de

Telefonnummer 0211 / 8 11 77 71

Internetlink www.uniklinik-duesseldorf.de/allgemeinmedizin


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letzte Änderung am: 10.03.2014



Ärztliche Flüchtlingshilfe

Flüchtlinge in Deutschland

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 5/2016

Titel 5/2016

Titelthema

Ärztinnen und Ärzte von morgen

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Kammersymposium: Aktuelle Infektionserkrankungen
Viren

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Am Samstag, 4. Juni 2016, lädt die Ärztekammer Nordrhein zum Kammersymposium "Aktuelle Infektionskrankheiten" ins Kölner Rautenstrauch Joest-Museum ein. Der diesjährige Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf respiratorischen Infektionen.

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Terminhinweis: Ärztliche Psychotherapie

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Am Freitag, 17. Juni 2016, veranstaltet die Ärztekammer Nordrhein zwischen 14 und 18 Uhr das Symposium zum Thema Ärztliche Psychotherapie im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Auf dem Programm steht unter anderm die Novellierung des Psychotherapeutengesetzes.

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Am Samstag, 18. Juni 2016 veranstaltet die Ärztekammer Nordrhein das 5. Kammerkolloquium Kindergesundheit im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Im Mittelpunkt stehen die soziale Situation und Gesundheit bei Kinder und Jugendlichen.

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