Radevormwald

40. Hausärztlicher Weiterbildungsverbund gegründet

Urkundenübergabe Hausärztlicher Weiterbildungsverbund Wupper

Feierliche Urkundenübergabe an die Teilnehmer des 40.Weiterbildungsverbundes Wupper mit dem Vizepräsidenten der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer (4. v.l.), dem Koordinator Dr. Axel Bock-Dörner (5.v.l.) und Karl-Dieter Menzel, Leiter der Weiterbildungsabteilung der Ärztekammer Nordrhein (ganz links). Foto: Dirk Wüstenhagen

Düsseldorf, Radevormwald, 30.4.2014. Mit der feierlichen Urkundenübergabe wurde am Dienstag, 29. April 2014, der 40. Hausärztliche Weiterbildungsverbund - Wupper in Radevormwald aus der Taufe gehoben. Damit arbeiten in 40 nordrheinischen Weiterbildungsverbünden über 90 Krankenhäuser und mehr als 330 Praxen für den Nachwuchs an Allgemeinmedizinern.

In vielen Gemeinden und Städten in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf droht in den kommenden Jahren ein Mangel an Hausärzten. Jetzt steuern niedergelassene Ärzte und das Sana Krankenhaus Radevormwald in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein in einem gemeinsamen Weiterbildungsverbund gegen: Mit dem Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Wupper wollen sie die Zahl der Allgemeinmediziner über eine strukturierte und für angehende Allgemeinmediziner interessante Weiterbildung steigern.

Einer der Koordinatoren und Ansprechpartner des Verbundes, Dr. Axel Bock-Dörner, sagte bei der Urkundenübergabe: "Mit der Gründung der Weiterbildungsverbundes Allgemeinmedizin Wupper wollen wir aktiv dem Hausarztmangel entgegenwirken und auch so eine optimale wohnortnahe medizinische Versorgung gewährleisten."

Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, gab seiner Freude Ausdruck, dass es nordrheinischen Ärztinnen und Ärzten gelungen sei, 40 Verbünde für den Nachwuchs an Hausärzten zu bilden und ermunterte die Teilnehmer, aktiv auf potentielle Weiterzubildende in der Allgemeinmedizin zuzugehen, beispielsweise durch Informationen an den medizinischen Fakultäten der umliegenden Universitäten. Denn das Modell der Verbundweiterbildung ist "ein Konzept für die neue Generation von Ärztinnen und Ärzte", sagte Zimmer bei der Urkundenübergabe.

Vorteile für den Arzt in Weiterbildung sind:

  • feste Ansprechpartner
    Logo Verbundweiterbildung Allgemeinmedizin
  • feste Weiterbildungszeit
  • keine erneute Suche nach Weiterbildungsbefugten
  • gesicherte Vergütung

Auch die Möglichkeit einer Praxisübernahme könnte gegeben sein.

Das Konzept bietet für den gesamten Zeitraum eine strukturierte, qualitativ hochwertige Weiterbildung bis zur Zulassung zur Prüfung zum Erwerb der Facharztbezeichnung „Allgemeinmedizin“.

Am Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Wupper nehmen derzeit ein Krankenhaus und sechs allgemeinmedizinische Praxen, Gemeinschaftspraxen und Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaften teil. Mit der eingegangenen Kooperation bekennen sich die Teilnehmer zu ihrer Verantwortung für eine hoch stehende allgemeinmedizinische Weiterbildung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

Eine Übersicht der teilnehmenden Klinik und Praxen am Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Wupper findet sich im Internet unter

lokaler Link www.aekno.de/Verbundweiterbildung/Wupper

Eine Liste aller Weiterbildungsverbünde in Nordrhein findet sich im Internet unter

lokaler Link www.aekno.de/Verbundweiterbildung.

lokaler Link Testimonial hochladen und für den Hausarztberuf werben

Zum Hintergrund

Nach den Zahlen des Bundesarztregisters sind etwa 20 Prozent der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte über 60 Jahre alt. Im Kammerbezirk Nordrhein müssten bei circa 6.000 hausärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen jährlich 200 neue Ärztinnen und Ärzte nachrücken, um diese Lücke zu schließen. Derzeit liegt die Zahl lediglich bei 100 Ärztinnen und Ärzten pro Jahr. Umso wichtiger sind nachhaltige Programme wie die Hausärztlichen Weiterbildungsverbünde, die in vielen Orten und Regionen Nordrheins entstehen.

bre


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letzte Änderung am: 20.05.2014



Ärztliche Flüchtlingshilfe

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Titel 11/2017 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

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Ärztliche Kommunikation als medizinisches Handeln

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Mitte September fand das Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation statt.

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