44. Hausärztlicher Weiterbildungsverbund im Kreis Kleve gegründet

Gruppenbild Urkundenübergabe Weiterbildungsverbund Kleve

Feierliche Urkundenübergabe an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 44. hausärztlichen Weiterbildungsverbundes Kreis Kleve. Unser Bild zeigt im Vordergrund den Vizepräsidenten der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer (links), und einen der Initiatoren des Verbundes, Professor Dr. Volker Runde, Ärztlicher Direktor des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, zu dem die Verbundkliniken gehören.. Foto: Jürgen Brenn

Düsseldorf, Uedem, 20.1.2015. Mit der feierlichen Urkundenübergabe wurde am Dienstag, 20. Januar 2015, der 44. Hausärztliche Weiterbildungsverbund - Kreis Kleve aus der Taufe gehoben. Damit arbeiten in 44 nordrheinischen Weiterbildungsverbünden knapp 100 Krankenhäuser und rund 400 Praxen für den Nachwuchs an Allgemeinmedizinern.

Auch im Kreis Kleve ist in den kommenden Jahren ein Rückgang von niedergelassenen Allgemeinmedizinern zu erwarten. Bereits heute ist es für Hausärzte oftmals schwierig, geeigneten Nachwuchs für ihre Praxis zu finden. „Der demographische Wandel und die steigende Zahl chronischer Erkrankungen stellen große Herausforderungen an die künftige ärztliche Versorgung im Kreis Kleve“, so Dr. Wolfram Althoff, Vorsitzender der Kreisstelle Kleve der Ärztekammer Nordrhein. „Eine wichtige Rolle kommt dabei den Fachärzten für Allgemeinmedizin zu, die ihre Patienten wohnortnah versorgen. Diese hausärztliche Versorgung ist gefährdet.“ Um dieser Entwicklung adäquat zu begegnen, haben vier Krankenhäuser des Kreises Kleve in Zusammenarbeit mit knapp 40 niedergelassenen Hausärzten und unterstützt durch die Ärztekammer Nordrhein den Weiterbildungsverbund Kreis Kleve gegründet.

„Ich freue mich, dass wir mit der Gründung dieses Weiterbildungsverbundes auch im Nordwesten Nordrheins interessierten, jungen Kolleginnen und Kollegen die hausärztliche Verbundweiterbildung anbieten können", sagte Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein bei der Urkundenübergabe. "Die Ärzte im Verbund stärken mit ihrem Engagement die Bemühungen der Ärztekammer gegen den Hausärztemangel – denn ohne Hausärzte geht es nicht.“

Vorteile des Konzepts sind ein gemeinsames Curriculum, eine gesicherte Vergütung über die gesamten fünf Jahre der Weiterbildung und eine individuelle Betreuung. Die Zulassung zum Facharzt für Allgemeinmedizin ist Voraussetzung, um sich als Hausarzt niederzulassen. Innerhalb der insgesamt fünfjährigen Facharztweiterbildung absolvieren die Kandidaten in der Regel drei Jahre in der Klinik und zwei bei niedergelassenen Hausärzten. So lernen die Ärzte in Weiterbildung die Anforderungen an den Beruf des Allgemeinmediziners sowie die lokalen Strukturen umfassend kennen, ohne sich neu zu bewerben oder den Wohnort wechseln zu müssen.

Eine Übersicht der teilnehmenden Kliniken und Praxen am Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Kreis Kleve findet sich im Internet unter

lokaler Link www.aekno.de/Verbundweiterbildung/Kreis-Kleve

Eine Liste aller Weiterbildungsverbünde in Nordrhein findet sich im Internet unter

lokaler Link www.aekno.de/Verbundweiterbildung.

lokaler Link Testimonial hochladen und für den Hausarztberuf werben

Zum Hintergrund

Nach den Zahlen des Bundesarztregisters sind etwa 20 Prozent der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte über 60 Jahre alt. Im Kammerbezirk Nordrhein müssten bei circa 6.000 hausärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen jährlich 200 neue Ärztinnen und Ärzte nachrücken, um diese Lücke zu schließen. Derzeit liegt die Zahl lediglich bei 100 Ärztinnen und Ärzten pro Jahr. Umso wichtiger sind nachhaltige Programme wie die Hausärztlichen Weiterbildungsverbünde, die in vielen Orten und Regionen Nordrheins entstehen.

bre


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letzte Änderung am: 26.02.2015



Ärztliche Flüchtlingshilfe

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Rheinisches Ärzteblatt

Heft 11/2017

Titel 11/2017 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

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Ärztliche Kommunikation als medizinisches Handeln

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Mitte September fand das Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation statt.

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