46. Hausärztlicher Weiterbildungsverbund an der Uniklinik Köln gegründet

Gruppenbild Urkundenübergabe Weiterbildungsverbund Universität Köln

Feierliche Urkundenübergabe an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 46. hausärztlichen Weiterbildungsverbundes an der Universität Köln. Der Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer (3. v. l.), gratulierte zusammen mit dem Leiter der Weiterbildungsabteilung der Ärztekammer Nordrhein, Karl-Dieter Menzel (2. v.r.), den Ärzten der Uniklinik und den kooperierenden niedergelassenen Hausärzten. Foto: Jürgen Brenn

Düsseldorf, Köln, 20.5.2015. Mit der feierlichen Urkundenübergabe wurde am Mittwoch, 20. Mai 2015, der 46. Hausärztliche Weiterbildungsverbund - Universität Köln aus der Taufe gehoben. Damit arbeiten in den 46 nordrheinischen Weiterbildungsverbünden knapp 100 Krankenhäuser und rund 400 Praxen für den Nachwuchs an Allgemeinmedizinern.

"Ich freue mich, dass es gelungen ist, die Universität zu Köln mit ins Boot der allgemeinärztlichen Verbundweiterbildung zu bekommen", sagte der Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer, anlässlich der Urkundenübergabe. Damit werde auch in Köln die Verbindung zwischen der universitären Spitzenmedizin und der Patientenversorgung an der Basis in den hausärztlichen Praxen hergestellt, wie bereits an den Universitäten in Aachen, Bonn, Düsseldorf und Duisburg-Essen, betonte Zimmer. Univ.-Professor Dr. Tobias Goeser von der Uniklinik Köln stellte fest: "Wenn der Informationsfluss zwischen Hausärzten und den Kliniken funktioniert, sind die Patienten einfach besser versorgt." Professor Dr. August Wilhelm Bödecker, der ebenfalls an dem neuen Verbund teilnimmt, sagte, dass die Allgemeinmedizin weiter an Bedeutung gewinnen könne, wenn sich die Allgemeinmediziner an den Universitäten und Kliniken sowie im ambulanten Bereich gegenseitig wahrnehmen und mit Wertschätzung begegnen.

Vorteile des Konzepts der Verbundweiterbildung sind ein gemeinsames Curriculum, eine gesicherte Vergütung über die gesamten fünf Jahre der Weiterbildung und eine individuelle Betreuung. Die Zulassung zum Facharzt für Allgemeinmedizin ist Voraussetzung, um sich als Hausarzt niederzulassen. Innerhalb der insgesamt fünfjährigen Facharztweiterbildung absolvieren die Kandidaten in der Regel drei Jahre in der Klinik und zwei bei niedergelassenen Hausärzten. So lernen die Ärzte in Weiterbildung die Anforderungen an den Beruf des Allgemeinmediziners sowie die lokalen Strukturen umfassend kennen, ohne sich neu zu bewerben oder den Wohnort wechseln zu müssen.

Eine Übersicht der teilnehmenden Kliniken und Praxen am Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Uniklinikum Köln findet sich im Internet unter

lokaler Link www.aekno.de/Verbundweiterbildung/Köln

Eine Liste aller Weiterbildungsverbünde in Nordrhein findet sich im Internet unter

lokaler Link www.aekno.de/Verbundweiterbildung.

lokaler Link Testimonial hochladen und für den Hausarztberuf werben

Zum Hintergrund

Nach den Zahlen des Bundesarztregisters sind etwa 20 Prozent der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte über 60 Jahre alt. Im Kammerbezirk Nordrhein müssten bei circa 6.000 hausärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen jährlich 200 neue Ärztinnen und Ärzte nachrücken, um diese Lücke zu schließen. Derzeit liegt die Zahl lediglich bei 100 Ärztinnen und Ärzten pro Jahr. Umso wichtiger sind nachhaltige Programme wie die Hausärztlichen Weiterbildungsverbünde, die in vielen Orten und Regionen Nordrheins entstehen.

bre


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letzte Änderung am: 13.08.2015



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Titel 11/2017 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

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