Jeder Fünfte leidet bereits unter Burnout − Arztberuf attraktiver machen
Ausbeutung junger Ärzte stoppen
Düsseldorf, 14.9.2007. Die Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte soll gestoppt und der Arztberuf wieder attraktiver gemacht werden. Das hat die Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) am Freitag, 14. September 2007 in Düsseldorf gefordert.
Jeder fünfte junge Arzt fühlt sich bereits nach wenigen Jahren im Beruf ausgebrannt, so eine neue Studie des Instituts für Freie Berufe der Universität Erlangen-Nürnberg (IFB), deren Ergebnisse das IFB gemeinsam mit der ÄkNo vorstellte.
Wer das ärztliche Ethos und die hohe Leistungsbereitschaft der jungen Kollegen weiter ausnutzt, ruiniert die Zukunft unserer heute noch guten Patientenversorgung in Deutschland“, sagte der Vizepräsident der rheinischen Ärztekammer, Dr. Arnold Schüller. Er sprach von einer regelrechten Flucht der jungen Ärzte vor der deutschen Gesundheitspolitik in neue Berufsfelder, zum Beispiel die Industrie und ins Ausland. Schüller äußerte sich im Vorfeld des Rheinischen Ärztetages, der sich am Samstag in Düsseldorf mit der Berufssituation junger Ärztinnen und Ärzte befassen wird.
Die ÄkNo prangerte die „systematische Verletzung des Arbeitszeitgesetzes“ an, über die sich jeder zweite Klinikarzt beschwert. Die tarifvertraglichen Arbeitszeiten würden mitunter bis zum Doppelten überschritten, häufig ohne Vergütung. Auch entsprechen die Gehälter der deutschen Krankenhausärzte nach Auffassung der ÄkNo nicht der verantwortungsvollen Tätigkeit und sollen auf das Niveau der international üblichen Arzteinkommen angehoben werden.
Weiter fordert die ÄkNo die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für Klinikärzte, zumal heute mehr Frauen als Männer Medizin studieren. Das Verhältnis beträgt rund 48.000 : 32.000.
Schüller verlangte weiter, auch die Niederlassung als freiberuflich tätiger Arzt wieder attraktiver zu machen: „Zunehmende bürokratische Gängelung über das Sozialrecht inklusive entsprechender Papierflut, unzureichende Finanzmittel für die Patientenversorgung und die ärztliche Vergütung sorgen dafür, dass viele niedergelassene Ärzte den Spaß am Beruf verloren haben.“
Insitut für Freie Berufe (IFB)
letzte Änderung am: 03.11.2008
eArztausweis light
Merkblatt zur Freischaltung
von PIN und PUK (387,70 KB)
Merkblatt über Kartenlesegeräte
für den eA-light (673,73 KB)
Rheinisches Ärzteblatt
Heft 3/2013
Titelthema
Bewegung als Medizin: Startschuss für Modellprojekt in Köln
Fachtagung: Weibliche Genitalbeschneidung

Am Samstag, 15. Juni 2013 findet zwischen 9 und 17.00 Uhr die Fachtagung zum Thema Weibliche Genitalbeschneidung - Medizinische Versorgung und Prävention im Gesundheitsbereich im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft statt.
Aktuelle Infektionskrankheiten
psdesign1 - Fotolia.com
Am Samstag, 22. Juni 2013 veranstaltet die Ärztekammer Nordrhein ein Symposium zum Thema "Aktuelle Infektionskrankheiten" im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr und endet um 14.30 Uhr.
3. Kammerkolloquium Kindergesundheit

Am Samstag, 29. Juni 2013 veranstaltet die Ärztekammer Nordrhein das 3. Kammerkolloquium zum Thema "Kindergesundheit". Die Veranstaltung beginnt um 10.00 Uhr im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft.
Begrüßung neuer Kammermitglieder im Frühjahr 2013
Rund 100 junge Ärztinnen und Ärzte folgten der Einladung ins Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Die Ärztekammer Nordrhein hat zum fünften Mal neue Mitglieder mit einer eigenen Veranstaltung begrüßt.
Critical Incident Reporting System NRW. Melde- und Lernsystem für medizinische Beinahe-Fehler für NRW.
Image-Video der ÄkNo
Ab sofort steht ein rund siebenminütiges Video bereit, das die Aufgabengebiete und Services der Ärztekammer Nordrhein erklärt.




