1. Rheinischer Ärztetag

Hoppe: Ärzte wollen mehr Zeit für ihre Patienten haben

Düsseldorf, 11.2.2005.Mehr Zeit für die Patientenversorgung und eine drastische Reduzierung der „explodierenden Bürokratie“ in Krankenhäusern und Arztpraxen hat der Präsident der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) und der Bundesärztekammer, Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, am Freitag, 11. Februar in Düsseldorf gefordert.

Im Vorfeld des 1. Rheinischen Ärztetages sagte der Ärztepräsident, dass im Gesundheitswesen der „Dokumentationswahnsinn“ um sich greife. Krankenhausärzte verbringen nach seinen Worten bis zu 40 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Dokumentation. Niedergelassene Ärzte müssten sich mit mindestens 60 verschiedenen Formularen herumschlagen. Einen „gigantischen zusätzlichen Verwaltungsaufwand“ erforderten auch die vom Gesetzgeber neu eingeführten Programme für chronisch kranke Menschen wie zum Beispiel Diabetiker, so der Vizepräsident der ÄkNo, Dr. Arnold Schüller.

„Die Stimmung unter den Ärztinnen und Ärzten leidet darunter, dass sie immer weniger Zeit für ihre Patienten haben“, sagte Hoppe. Auch wegen der zunehmenden Belastung mit arztfremden Tätigkeiten würden sich nach seinen Angaben heute vier von zehn Ärztinnen und Ärzten nicht wieder für den Arztberuf entscheiden.

Zum 1. Rheinischen Ärztetag erwartet die Ärztekammer Nordrhein heute Ärztinnen und Ärzte aus allen Teilen des Rheinlandes in der Landeshauptstadt. Vorgesehen ist ein Erfahrungsaustausch über die konkreten Folgen der Gesundheitsreform.

„Die Alltagserfahrung der Ärztinnen und Ärzte muss bei künftigen Reformschritten viel viel stärker wahrgenommen werden als bisher“, sagte Hoppe, „nur so lassen sich patientenferne Entscheidungen vom Grünen Tisch aus verhindern.“



Fotonachweis: Erdmenger/ÄkNo

Professor Dr. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Ärztekammer Nordrhein und der Bundesärztekammer und Dr. Arnold Schüller, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein. Fotos: Erdmenger/ÄkNo


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letzte Änderung am: 01.11.2008



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