Delegiertenversammlung der rheinischen Ärztekammer

Hoppe warnt vor einer „unpersönlichen und geschäftsmäßigen“ Medizin

Düsseldorf, 20.3.2004. Vor einer „unpersönlichen und geschäftsmäßigen“ Medizin als Folge der Gesundheitsreform hat der Präsident der Ärztekammer Nordrhein und der Bundesärztekammer, Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, am Samstag 20. März 2004 in Düsseldorf gewarnt.

Die Reform fördere eine Konzentration der ärztlichen Versorgung in größeren Zentren. Das könne die ganz persönliche Bindung des Patienten an seinen Arzt des Vertrauens beeinträchtigen, sagte Hoppe vor der Delegiertenversammlung der rheinischen Ärztekammer.

Der Ärztepräsident sieht die Gefahr, dass „viele Menschen künftig in einer konzentrierten Versorgungslandschaft mit einem erschwerten Zugang zur Medizin werden kämpfen müssen“. Beispielsweise sei zu erwarten, dass zahlreiche niedergelassene Fachärzte künftig an Klinikstandorten und in den vom Gesetzgeber neu eingeführten Medizinischen Versorgungszentren arbeiten und nicht mehr wie bisher wohnortnah in der „Facharztpraxis um die Ecke“.

Die derzeit laufenden Reformen bergen nach Hoppes Ansicht auch die Gefahren einer Kommerzialisierung des Systems und einer verschärften Rationierung von Gesundheitsleistungen. Ein „schleichender Qualitätsverlust“ sei auch wegen der so genannten Disease-Management-Programme (DMP) für chronisch Kranke in ihrer derzeitigen Form zu befürchten. Diese Programme würden keineswegs wie versprochen rein nach medizinischen Gesichtspunkten gestaltet. Sie bieten laut Hoppe nicht das Bestmögliche, sondern das Finanzierbare: „DMP-Medizin bedeutet Versorgungs-Verminderung.“

Professorf Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Ärztekammer Nordrhein und der Bundesärztekammer


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letzte Änderung am: 30.09.2008



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