Sechste Ergebniskonferenz Einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung NRW in Düsseldorf

Qualität in NRW-Krankenhäusern weiterhin auf hohem Niveau

Düsseldorf, 18.9.2008 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen haben ihr hohes Qualitätsniveau im bundesweiten Vergleich weiter kontinuierlich verbessert. Das zeigen die Auswertungen der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung, die heute bei einer Fachtagung im Haus der Ärzteschaft – erstmals unter der Beteiligung von Patientenvertretern – diskutiert werden. Auf dieser Veranstaltung analysieren Experten und Krankenhauspraktiker unter großer Beteiligung der nordrhein-westfälischen Krankenhäuser Ergebnisse, aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der Qualitätssicherung im Krankenhaus.

Im Jahr 2007 wurden in über 350 Krankenhäusern in NRW über 950.000 Behandlungsfälle in 27 Leistungsbereichen wie Gynäkologie/Geburtshilfe, Chirurgie, Orthopädie, Kardiologie und Innerer Medizin mit mehr als 200 Qualitätsindikatoren nach einem bundeseinheitlichen Verfahren dokumentiert und von der Geschäftsstelle Qualitätssicherung bei den Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe ausgewertet. Nach der Analyse durch die Geschäftsstelle Qualitätssicherung erhalten die Krankenhäuser bei rechnerischen Auffälligkeiten im „Strukturierten Dialog“ Rückmeldungen und Hinweise, wie sie ihre Arbeit weiter verbessern können. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre stehen im „Strukturierten Dialog“ in den meisten Fällen keine objektivierbaren Qualitätsmängel hinter den rechnerischen Auffälligkeiten.
Die Daten und Ergebnisse der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung von zurzeit 27 besonders aussagekräftigen Qualitätsindikatoren werden verbindlich in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser veröffentlicht und tragen damit zu mehr Qualitätstransparenz über die Klinikleistungen bei. In den Qualitätsberichten, die regelmäßig publiziert werden, stellen die Kliniken ihre Qualität bei einzelnen Behandlungen dar und liefern maßgebliche Informationen für Patienten und einweisende Ärzte. Es steht dem Krankenhaus darüber hinaus frei, weitere bewertete Indikatoren zu publizieren.

Als weiteres zentrales zukunftsweisendes Thema diskutieren die Teilnehmer über die „Sektorübergreifende Qualitätssicherung“, d. h. über die Einbeziehung sowohl des stationären als auch des ambulantes Bereichs im Rahmen eines einheitlichen Verfahrens der Qualitätssicherung. Neben den Planungen auf der Bundesebene zur „Sektorübergreifenden Qualitätssicherung“ wird über ein Pilotprojekt in NRW von KGNW, Kassenärztlichen Vereinigungen, Ärztekammern und Krankenkassen im Bereich der Kardiologie berichtet. Dargestellt werden erste Ansätze dieses gemeinsamen Projekts für die „Sektorübergreifende Qualitätssicherung“.

Die Maßnahmen der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung sind für alle Beteiligten aufwendig: Die Krankenkassen geben in NRW jährlich etwa fünf Millionen Euro dafür aus, in den Krankenhäusern übernehmen Ärzte und Pflegende die aufwendigen Dokumentationsarbeiten. Die Geschäftsstelle Qualitätssicherung bei den Ärztekammern führt über die statistischen Auswertungen hinaus stichprobenartige Überprüfungen der Datenqualität durch. Sie bescheinigt den Krankenhäusern durchweg eine sehr gute Dokumentationsqualität. Einrichtungsübergreifende vergleichende Qualitätssicherungsverfahren finden in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern bereits seit mehr als 20 Jahren statt.

Gemeinsame Pressemittelung der Verbände der Krankenkassen NRW, der Krankenhausgesellschaft NRW und den Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe


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letzte Änderung am: 17.11.2008



Ärztliche Flüchtlingshilfe

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Rheinisches Ärzteblatt

Heft 11/2017

Titel 11/2017 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

Titelthema

Ärztliche Kommunikation als medizinisches Handeln

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Mitte September fand das Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation statt.

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