Bessere ambulante Notfall-Versorgung von Palliativpatienten

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Die 2.400 Apotheken in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln halten künftig gezielt bestimmte Arzneimittel für schwerstkranke Menschen in der letzten Lebensphase vor. Damit soll sichergestellt wer-den, dass diese Palliativpatienten – nach Verschreibung durch einen Arzt – auch nachts und an Wochenenden einen wohnortnahen und schnellen Zugang zu Arzneimitteln gegen Schwindel, Schmerzen, Übelkeit oder Angstzustände haben. Eine Initiative der Apothekerkammer und der Ärztekammer Nordrhein.

Düsseldorf, 21.6.2013. Starke Tumorschmerzen sind eine häufige Notfallsituation in der Palliativmedizin. Diese und ähnliche Krisensituationen erfordern eine professionelle ärztliche und apothekerliche Versorgung rund um die Uhr. Um sicherzustellen, dass ambulante Palliativpatienten auch im ärztlichen Nacht- und Notdienst dringend benötigte Arzneimittel möglichst schnell erhalten können, haben die Apotheker- und Ärztekammer Nordrhein gemeinsam die Initiative ergriffen und eine spezielle Notfall-Liste definiert. Diese Notfallmedikamente, die üblicherweise in palliativmedizinischen Krisensituationen verschrieben werden, sollen in jeder der 2.400 Apotheken in Nordrhein künftig ständig vorrätig sein.

Die neue Notfall-Liste umfasst unter anderem starke Schmerzmittel, Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen sowie beruhigende und angstlösende Benzodiazepine, darunter auch selten nachgefragte Präparate, die jedoch im Notfall kurzfristig verfügbar sein müssen. Sowohl die Ärztekammer Nordrhein als auch die Apothekerkammer Nordrhein empfehlen ihren Mitgliedern offiziell, die Arzneimittel-Liste für palliativmedizinische Notfälle zu beachten.

„Mit der Verordnung eines Arzneimittels aus dieser Liste tragen Palliativärzte und Hausärzte dazu bei, dass ihre Patienten künftig jederzeit verlässlicher als bisher die Medikamente erhalten, die sie zur Bekämpfung von Symptomen wie Schmerzen, Ängsten, Übelkeit oder Schwindel brauchen“, sagt Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein.

Die Vielfalt der Präparate auf dem deutschen Arzneimittelmarkt ist so groß, dass kein Apotheker jedes Arzneimittel für den Fall der Fälle vorrätig halten kann. Deshalb richtet sich die Lagerhaltung einer Apotheke in der Regel nach den Verschreibungsgewohnheiten der umliegenden Ärzte und der Nachfrage der Patienten und Kunden im Einzugsgebiet einer öffentlichen Apotheke. Die zwischen Ärzten und Apothekern in Nordrhein vereinbarte Notfall-Liste gibt hier Orientierung. „Die neue Notfall-Liste ist ausgesprochen hilfreich für die Praxis und sichert eine zügige und zeitnahe Arzneimittelversorgung gerade für schwer kranke Patienten, die uns besonders am Herzen liegen“, erklärt Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein.

Gemeinsame Liste zur Notfallbevorratung (14,51 KB)  

Weitere Informationen zur Palliativversorgung in Nordrhein finden Sie unter www.kvno.de.

Ihre Ansprechpartner für Rückfragen:

Horst Schumacher, Pressesprecher der Ärztekammer Nordrhein,
Tel.: 0211 4302-2010 und 0172 2120724

Dr. Stefan Derix, Geschäftsführer der Apothekerkammer Nordrhein,
Tel.: 0211 8388-100

Hintergrund:

Die Basisbetreuung von sterbenskranken Menschen in deren häuslichem Umfeld erfolgt im Rahmen der sogenannten Allgemeinen Ambulanten Palliativversorgung (AAPV). Nordrheinweit haben sich in 34 Versorgungs-Netzen bislang 1.327 Haus- und Fachärzte mit palliativmedizinischer Basisqualifikation sowie 353 besonders qualifizierte Palliativärztinnen und -ärzten (QPA) zusammengeschlossen. 2012 betreuten sie etwa 13.400 schwerstkranke und sterbende Patienten. Dieses Angebot wird ergänzt durch die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) – 19 Teams mit etwa 2.600 Patienten.


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letzte Änderung am: 21.06.2013



Ärztliche Flüchtlingshilfe

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Rheinisches Ärzteblatt

Heft 11/2017

Titel 11/2017 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

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Ärztliche Kommunikation als medizinisches Handeln

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