Gemeinsame Pressemitteilung

Sieben Millionen getanzte Schritte - Gesundheitserziehung, die ankommt

Rekordbeteiligung am Programm „Gesund macht Schule“ von Ärztekammer Nordrhein und AOK Rheinland/Hamburg im Jubiläumsjahr

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Düsseldorf, 12.10.2011. Ärzte als Paten einer gesunden Lebensweise von Grundschülern, tägliche Bewegungs- und Tanzangebote und ein gesundes Frühstück: Rund 100.000 Kinder im Rheinland haben schon von dieser Idee der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) und der AOK Rheinland/Hamburg profitiert.  Ihr Präventionsangebot „Gesund macht Schule“ erreicht im Jubiläumsjahr die Rekordzahl von 262 teilnehmenden Grundschulen im Rheinland. Davon setzen fast 200 Schulen kontinuierlich seit dem Start im Jahr 2001 „Gesund macht Schule“ um. 90 Prozent der beteiligten Lehrer und Patenärzte sehen das Programm inzwischen als unverzichtbaren Teil der Gesundheitserziehung in der Grundschule an. Das ergab die wissenschaftliche Begleitforschung zu dem Programm, dessen Jubiläum die Ärztekammer und die AOK am 12. Oktober 2011 in Köln feierten.

„Seit Jahren zeichnet sich ab, dass bei den Kindern vor allem Allergien, Haltungsschwächen, Konzentrations- und Essstörungen zunehmen“, begründete der Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer, die Initiative. Auch treten nach seinen Worten immer häufiger psychosomatische Erkrankungen auf – von Kopfschmerzen bis hin zu Depressionen. „Viele dieser Erkrankungen sind durch eine gezielte Prävention vermeidbar“, sagte Rolf Buchwitz, Mitglied des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg.

Das Präventionsangebot „Gesund macht Schule“ erleichtert es Grundschulen, Gesundheitsthemen wie „Menschlicher Körper”, „Bewegung und Entspannung“, „Essen und Ernährung“,  „Sexualerziehung“ und „Suchtprävention“ in den ganz

normalen Unterricht einzufügen. Die Ärztekammer vermittelt dazu Ärztinnen und Ärzte als Referenten für den Unterricht und − ganz wichtig − auch für Elternabende.

Außerdem stellen die Ärztekammer Nordrhein und die AOK Rheinland/Hamburg Unterrichtsmaterialien und Materialmappen mit Vorschlägen zur Elternarbeit sowie entsprechende Fortbildungen zur Verfügung. Die AOK ist mit ihren 26 Regionaldirektionen direkter Ansprechpartner für die Schulen vor Ort und unterstützt den Ausbau des flächendeckenden Angebotes.

Die Dokumentation des Programms zeigt, dass Gesund macht Schule bereits einiges bewirkt hat: Weit mehr als die Hälfte der Projektschulen haben regelmäßige Bewegungspausen eingerichtet, über 70 Prozent der Schulen setzen ein regelmäßiges gesundes Schulfrühstück um, und knapp ein Drittel der Schulen bieten gesundheitsbezogene Beratungsangebote durch Patenärzte für Eltern an.

Der Braunschweiger Hirnforscher und Lernexperte Professor Martin Korte ging bei der Jubiläumsveranstaltung in seinem Vortrag auf die Rolle von Gefühlen, Motivation und Konzentration bei Kindern für das Lernen ein. Außerdem verdeutlichte Korte, wie Bewegung, Ernährung, Stress und Medien die Leistungsfähigkeit junger Gehirne beeinflussen.

Das Programm beruht auf der bundesweit ersten Kooperationsvereinbarung zwischen einer Ärztekammer und einer gesetzlichen Krankenkasse zur Gesundheitsförderung von Grundschulkindern. Dieser Vertrag nutzt gesetzliche Möglichkeiten der finanziellen Förderung von Gesundheitsvorsorge und macht so deren flächendeckenden Ausbau möglich. Ein wichtiges Ziel in diesem Projekt ist die Chancengleichheit im Gesundheitswesen, weil in der Schule bei Kindern aller Bevölkerungsschichten frühzeitig das Verständnis für Gesundheit geweckt werden kann.

Bei Rückfragen: Horst Schumacher, Pressesprecher der Ärztekammer Nordrhein: 0211/4302-2010;

André Maßmann: Pressesprecher der AOK Rheinland/Hamburg: 0211/8791-1262

Weitere Informationen für Lehrer, Eltern und Schüler unterInternetlink www.gesundmachtschule.de


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letzte Änderung am: 12.10.2011



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Heft 11/2017

Titel 11/2017 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

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