Gemeinsame Pressemitteilung des NRW-Gesundheitsministeriums, der Ärztekammern und KVen in NRW

Einladung an die Bundeskanzlerin: Merkel soll auf Gesundheitsreise vor Ort die Versorgungsstrukturen in NRW kennenlernen

Düsseldorf, Münster, Dortmund, 23.07.2010. Herzlich Willkommen in Nordrhein-Westfalen, Frau Bundeskanzlerin. Die neue Landesregierung und die Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein-Westfalen befürworten die Pläne von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, in diesem Jahr auf "Gesundheitsreise" durch Deutschland zu gehen. Gemeinsam haben sie die Kanzlerin hierzu nach NRW eingeladen. In einem Interview mit der Zeitschrift BUNTE hatte Merkel angekündigt, sie wolle das Gesundheitswesen vor Ort erkunden, um die Probleme aller Beteiligten kennen zu lernen. Das Einladungsschreiben von NRW-Gesundheitsministerin Steffens ist bereits auf dem Weg nach Berlin.

„Wir begrüßen das Vorhaben der Kanzlerin“, so die neue Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens und der Vizepräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Klaus Reinhardt. „Wir würden uns freuen, mit Frau Merkel vor Ort die akuten Probleme diskutieren zu können. Es ist sicherlich hilfreich, sich an der Basis des Gesundheitswesens zu informieren.“

Steffens: „Es freut mich, dass die Kanzlerin wissen will, nach welchen Maßstäben das Geld verteilt wird. Deswegen lade ich die Kanzlerin herzlich nach Nordrhein-Westfalen ein. Hier kann sie sich über die Probleme und Nöte einen sehr guten Überblick verschaffen. Allein die Tatsache, dass in NRW gleiche Leistungen niedriger bewertet werden als bei Ärzten anderer Bundesländer muss korrigiert werden“, sagt die Gesundheitsministerin.

„Die Bundesregierung hat sich eine neue Kultur des Dialogs mit den Akteuren im Gesundheitswesen zum Ziel gesetzt. Wir haben das lange vermisst und freuen uns über diesen neuen Kurs“, sagt Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Ärztekammer Nordrhein und Präsident der Bundesärztekammer. „Dass sich die Bundeskanzlerin vor Ort ein eigenes Bild über die Arbeit von Ärztinnen und Ärzten und den Kolleginnen und Kollegen weiterer Gesundheitsberufe machen will, ist ein richtiges und wichtiges Signal der Wertschätzung. Als Herzkammer Deutschlands ist Nordrhein-Westfalen hierfür der ideale Ort.“

Für den westfälisch-lippischen Kammervize Reinhardt böte sich mit einem Besuch der Kanzlerin zum Beispiel die Gelegenheit, Frau Merkel über die Situation der Patientenversorgung im Land zu informieren. Diese finde in einem immer schwieriger werdenden Umfeld statt. „Für die Patienten bleibt uns in den Krankenhäusern und Praxen immer weniger Zeit. Wir müssen die Arbeitsbedingungen verbessern und eine gerechte Honorierung hinkriegen, sonst läuft uns der Nachwuchs weg. Es droht bereits ein massiver Ärztemangel.“

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Dr. Ulrich Thamer, kritisiert Reinhardt, dass nicht ausreichend Geld für die Patientenversorgung in NRW zur Verfügung stehe. „Die ärztlichen Leistungen sind hier weniger wert als anderswo“, so Thamer. Die niedrigen Regelleistungsvolumina seien nicht nachzuvollziehen. „Bei bundesweit gleichen Beitragssätzen für die Versicherten muss auch die ambulante Versorgung für Patienten und Ärzte in allen Bundesländern gleich sein“, betonen Reinhardt und Thamer.

Auch der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein würde sich freuen, Frau Merkel begrüßen zu dürfen. „Nordrhein-Westfalen ist mit 18 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Deutschlands. Die gesundheitliche Versorgung in unserem Land ist exzellent. Die Wertschätzung dieser Versorgung ist jedoch nicht immer angemessen“, betonten Dr. Peter Potthoff und Bernd Brautmeier für den Vorstand der nordrheinischen Körperschaft. Ein Besuch der Kanzlerin könnte viel zu einer Verbesserung beitragen.


Zurück zur Übersicht

  Zum Seitenanfang

letzte Änderung am: 23.07.2010



Ärztliche Flüchtlingshilfe

Flüchtlinge in Deutschland Foto: picture alliance/AP Images/Hussein Malla

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 11/2017

Titel 11/2017 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

Titelthema

Ärztliche Kommunikation als medizinisches Handeln

 aktuelle Ausgabe

Dokumentation Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation

Ärztin spricht mit Patientin Foto: Westend61/fotolia.com 

Mitte September fand das Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation statt.

Die Vorträge stehen nun für Interessierte bereit

interner Link Dokumentation

Materialbestellung

Die Ärztekammer Nordrhein hält zahlreiche Informationsbroschüre und Flyer für Ärztinnen und Ärzte, Bürgerinnen und Bürger oder auch zur Auslage im Wartezimmer bereit. Die Materialien können einfach ein bereitgestelltes Online-Formular bestellt werden.

Interner Link Materialbestellung

Logo Cochrane Library
Jobbörse für MFA
Screenshot Jobbörse

Suchen Sie eine neue Praxis-Mitarbeiter/in oder haben Sie einen Ausbildungs- / Praktikums- / Hospitationsplatz frei? Über die Jobbörse auf unserer Homepage haben Sie die Möglichkeit, schnell und kostenlos ein Inserat aufzugeben. Auch Job-Suchende können hier eine Anzeige schalten.

interner Link Jobbörse

Critical Incident Reporting System NRW. Melde- und Lernsystem für medizinische Beinahe-Fehler für NRW.

 Internetlink www.cirs-nrw.de

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen

Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen.
Kontrollieren Sie dies hier.


Medisuch-Siegel

Die Medizinsuchmaschine "Medisuch" bestätigt der Ärztekammer Nordrhein, dass die Homepage ohne kommerzielle Einflussnahme erstellt ist.

Video über die Ärztekammer Nordrhein
Screenshot-Image-Video

Video (7 Minuten): Die Aufgaben der Ärztekammer Nordrhein

Interner Link Imagevideo