Gemeinsame Pressemitteilung der Ärztekammer Nordrhein, des St. Josef Krankenhaus Wipperfürth und des Weiterbildungsverbundes Oberbergisches Land

Niedergelassene Hausärzte und Kliniker gründen Weiterbildungsverbund Oberbergisches Land

Gemeinsam für den hausärztlichen Nachwuchs

Urkundenübergabe Verbundweiterbildung Oberbergisches Land

In Wipperfürth haben sich Niedergelassene Allgemeinmediziner und das St. Josef Krankenhaus Wipperfürth zum insgesamt 20. Hausärztlichen Weiterbildungsverbund in Nordrhein zusammengefunden. Dr. Robert Schäfer, Geschäftsführender Arzt der Ärztekammer Nordrhein (5. v. r., 2. Reihe), übergab die Urkunden in einem feierlichen Rahmen. Dr. Thomas Rau-Horn, Chefarzt der Abteilung Geburtshilfe und Gynäkologie am St. Josef Krankenhaus Wipperfürth und Ansprechpartner für den Verbund (7. v. l.), stellte den Verbund vor.  Foto: bre

Wipperfürth (25.2.2011). In vielen Gemeinden und Städten in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf droht in den kommenden Jahren ein Mangel an Hausärzten. In Wipperfürth und Umgebung steuern niedergelassene Ärzte und das St. Josef Krankenhaus in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein in einem gemeinsamen Weiterbildungsverbund jetzt gegen: Mit dem Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Oberbergisches Land wollen sie die Zahl der Allgemeinmediziner über eine strukturierte und für angehende Allgemeinmediziner interessante Weiterbildung steigern.

Bei der feierlichen Übergabe der Urkunden für den Weiterbildungsverbund am 25. Februar 2011 im St. Josef

Logo Verbundweiterbildung Oberbergisches Land

Krankenhaus Wipperfürth dankte der Geschäftsführende Arzt der Ärztekammer Nordrhein, Dr. Robert Schäfer, den Beteiligten für ihr Engagement.

Die Ärztekammer Nordrhein unterstützt die Verbundweiterbildung Allgemeinmedizin. Schäfer sagte: „Es muss alles unternommen werden, um den Beruf des Hausarztes für den medizinischen Nachwuchs wieder erstrebenswert zu machen“. Er sagte, er freue sich, dass die Ärzteschaft im Oberbergischen Land Weiterbildungsengagement zeigt.

Dr. Thomas Rau-Horn, Chefarzt der Abteilung Geburtshilfe und Gynäkologie am St. Josef Krankenhaus Wipperfürth und Ansprechpartner des Verbundes sagte: „Der Weiterbildungsverbund wird die Attraktivität der Region für angehende Hausärzte steigern und dazu beitragen, die medizinische Versorgung der Bevölkerung auf lange Sicht zu sichern.“

Am Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Oberbergisches Land, der neben dem Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Oberbergischer Kreis (Gummersbach, Waldbröl und Umgebung) der zweite Verbund dieser Art im Oberbergischen Kreis ist, nehmen derzeit das St. Josef Krankenhaus Wipperfürth sowie neun allgemeinmedizinische Praxen und Gemeinschaftspraxen in Wipperfürth, Radevormwald, Lindlar und Halver teil. Mit der nun eingegangenen Kooperation bekennen sich die Klinik und niedergelassene Ärzte zu ihrer Verantwortung für eine hoch stehende allgemeinmedizinische Weiterbildung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Kreis.

Dr. Robert Schäfer gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass durch diese qualitative und organisatorische Verbesserung der Weiterbildungsbedingungen und in Verbindung mit den höheren Förderzuschüssen mehr Ärztinnen und Ärzte sich für den Facharzt für Allgemeinmedizin entscheiden werden.

Für Assistenzärzte, die Allgemeinmediziner werden wollen, bietet die Verbundweiterbildung eine Reihe von Vorteilen:

So verpflichten sich die Partner im Hausärztlichen Weiterbildungsverbund zu einem gemeinsamen, verbindlichen Curriculum über die gesamten fünf Jahre der Weiterbildungszeit. Damit gewinnen Ärzte in Weiterbildung Planungs­sicherheit. Feste Ansprechpartner sowie eine über alle Abschnitte gesicherte Vergütung sind weitere Aspekte, die für die ärztliche Weiterbildung zum Hausarzt im Oberbergischen Land sprechen. Durch das Weiterbildungsangebot in einer Region entfällt auch der sonst häufige Wohnortwechsel; ein weiterer Vorteil für angehende Allgemeinmediziner in der Verbundweiterbildung.

Eine Übersicht der neben dem St. Josef Krankenhaus teilnehmenden Praxen am Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Oberbergisches Land sowie Details zur Ausbildung finden sich im Internet unter

Internetlink www.wbv-oberbergisches-land.de und

lokaler Link www.aekno.de/Verbundweiterbildung/Oberbergisches-Land.

Eine Liste der insgesamt 20 Weiterbildungsverbünde in Nordrhein findet sich im Internet unter

lokaler Link www.aekno.de/Verbundweiterbildung.

Zum Hintergrund

Nach den Zahlen des Bundesarztregisters sind etwa 20 Prozent der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte über 60 Jahre alt. Im Kammerbezirk Nordrhein müssten bei circa 6.000 hausärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen jährlich 200 neue Ärztinnen und Ärzte nachrücken, um diese Lücke zu schließen. Derzeit liegt die Zahl lediglich bei 100 Ärztinnen und Ärzten pro Jahr. Umso wichtiger sind nachhaltige Programme wie die Hausärztlichen Weiterbildungsverbünde, die in vielen Orten und Regionen Nordrheins entstehen.

Ihre Ansprechpartner für Rückfragen:

Dipl.-Volkswirt Karl-Dieter Menzel, Ärztekammer Nordrhein

Telefonnummer 0211 / 43 02 22 20

Dr. Thomas Rau-Horn, Chefarzt der Abteilung Geburtshilfe und Gynäkologie am St. Josef Krankenhaus Wipperfürth
Telefonnummer 02267 / 88 95 42


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letzte Änderung am: 28.02.2011



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Heft 11/2017

Titel 11/2017 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

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Mitte September fand das Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation statt.

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