Ärztlicher Beirat zur Begleitung des Aufbaus einer Telematik-Infrastruktur für das Gesundheitswesen in Nordrhein-Westfalen

Ärztlicher Beirat beschließt Arbeitsprogramm

Düsseldorf/Münster (ÄkNo/ÄkWL), 19.9.2011. Der ärztliche Beirat, der die Einführung von Telematik- und Telemedizin-Projekten in Nordrhein-Westfalen begleitet, hat bei seiner jüngsten Sitzung die künftige Ausrichtung seiner Arbeit festgelegt. So will der Beirat seine Empfehlungen den Entscheidungsträgern auf Landes- und Bundesebene nahebringen, mit der Selbstverwaltung in NRW und auf Bundesebene eng zusammenarbeiten und den Informationsaustausch mit ärztlichen Beiräten in anderen Regionen suchen.

Der Beirat arbeitet seit Januar 2011 auch auf Basis der „Dritten Verordnung zur Änderung der Verordnung über Testmaßnahmen für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (3. EGKTestVÄndV)“. Darin ist festgelegt, dass zur Sicherung der Praxistauglichkeit der Telematik-Anwendungen in den Testregionen Beiräte eingerichtet werden können, die Empfehlungen zur Durchführung der Testung sowie zur Eignung der getesteten Anwendungen für den Wirkbetrieb geben.

Anbei der Wortlaut der vom Ärztlichen Beirat in Nordrhein-Westfalen kürzlich in Dortmund einstimmig verabschiedeten Positionsbestimmung.

Ausrichtung der Arbeit des Ärztlichen Beirats zur Begleitung des Aufbaus einer Telematikinfrastruktur für das Gesundheitswesen in Nordrhein-Westfalen

Vorbemerkungen

Der „Ärztliche Beirat zur Begleitung des Aufbaus einer Telematik-Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen“ ist ein aus Vertretern der Ärzteschaft  zusammengesetztes Gremium, das in NRW unter Beteiligung des Ministeriums (MGEPA) sowie von Fachexperten die Aktivitäten zum Aufbau von Telematikinfrastrukturen und Telemedizin begleitet. Der Ärztliche Beirat wird getragen durch die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe. Er ist in seiner Zusammensetzung und Arbeitsweise einzigartig in der Bundesrepublik, weil er sich aus in der Versorgung aktiv tätigen Ärzten, Zahnärzten und Psychologische Psychotherapeuten zusammensetzt. Während seiner bisherigen Arbeit hat der Beirat bereits wesentliche Beiträge zu Kernpunkten der Telematik verfasst. Stellungnahmen zum elektronischen Arztbrief und zum Notfalldatenmanagement wurden veröffentlicht, Lösungen einer dezentralen elektronischen Speicherung von Patientendaten diskutiert und über die Lastenhefte der aktuellen Anwendungen der Telematikinfrastruktur nach § 291a SGB V beraten.

Der ärztliche Beirat ist nach seinem Selbstverständnis auch dasjenige Gremium, das entsprechend der aktuellen Veränderungsordnung zum § 291 a SGB V dem vom Verordnungsgeber vorgesehenen Beirat zur Begleitung in den Testregionen entsprechen soll.

Kernelemente der künftigen Arbeit:

Vor dem Hintergrund der bisherigen Arbeit sowie in Würdigung der aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Telematik in der Bundesrepublik Deutschland werden folgende Eckpunkte für die künftige Tätigkeit bzw. für die Schwerpunkte der Arbeit des Beirates definiert:

  • Begleitung der Einführung von Telematik- und Telemedizinanwendungen für   in Nordrhein-Westfalen.
  • Kooperation und Informationsaustausch mit weiteren ärztlichen Beiräten aus anderen Testregionen.
  • Bewertung der von der gematik beschlossenen Eckpunkte für Einrichtung, Ausbau und Funktionalität von Telematikinfrastruktur und ihrer Komponenten.
  • Erarbeitung von Positionen und Empfehlungen zur Einführung der Telematikinfrastruktur und ihrer Komponenten, insbesondere gegenüber den Entscheidungsträgern auf Landes- und Bundesebene.
  • Enge Kooperation über NRW hinaus mit den Repräsentanten der Ärzteschaft und der Selbstverwaltung auf Bundesebene (BÄK, BZÄK, BPtK, DKG, KBV, KZBV, GKV-Spitzenverband) sowie der gematik.

Darstellung der Positionen in den Medien; dabei soll Wert auf die Präsentation sowohl in den Medien der Ärzteschaft (z. B. Deutsches Ärzteblatt, Rheinisches Ärzteblatt, Westfälisches Ärzteblatt etc.) als auch in allgemeinen überregionalen (Tages- und Wochenzeitungen) und elektronischen  Medien gelegt werden.


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letzte Änderung am: 19.09.2011



Ärztliche Flüchtlingshilfe

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Heft 11/2017

Titel 11/2017 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

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Ärztin spricht mit Patientin Foto: Westend61/fotolia.com 

Mitte September fand das Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation statt.

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