Pressemitteilung der Ärztekammer Nordrhein

Weg mit dem Hammerexamen, kein Zwang im PJ!

Düsseldorf, 17.3.2012. Die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein fordert die nordrhein-westfälische Landesregierung auf, den Weg für eine Abschaffung des Hammerexamens freizumachen. „Die Studenten fordern, und wir fordern es heute mit ihnen: Das Hammerexamen muss weg!“, sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, in Düsseldorf.


Die im vergangenen Dezember vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegte Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte wird derzeit im Bundesrat beraten. Sie sieht vor, den schriftlichen Teil des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung vor das Praktische Jahr (PJ) zu legen. Die Studentinnen und Studenten könnten dann vor dem PJ den Stoff wiederholen und sich während des PJ auf ihre klinisch-praktische Tätigkeit konzentrieren. „Für die Studentinnen und Studenten wäre dies ein echter Fortschritt“, so Henke.


Auf entschiedene Ablehnung unter den rheinischen Ärztinnen und Ärzten stößt ein Vorstoß im Bundesrat, der vorsieht, das Wahltertial im PJ zugunsten eines allgemeinmedizinischen Zwangstertials abzuschaffen. Zwar sei der gute Wille hinter der Idee erkennbar, sagte Henke. Eine solche Regelung würde sich aber als kontraproduktiv erweisen. „Der Mangel an Hausärzten lässt sich nur durch positive Anreize bekämpfen – in der Ausbildung, in der Weiterbildung sowie in der beruflichen Tätigkeit selbst“, sagte Henke. „Ein allgemeinmedizinisches Zwangstertial hingegen muss von den Studierenden als Einschränkung ihrer beruflichen Orientierungsmöglichkeiten begriffen werden.“


Die Kammerversammlung der nordrheinischen Ärzteschaft begrüßte die in der Verordnung vorgesehene Regelung, die es dem Ärztenachwuchs ermöglichen soll, ihr PJ künftig auch an „anderen geeigneten Krankenhäusern“ zu absolvieren. Bislang dürfen die Studentinnen und Studenten das PJ nur an ihrer jeweiligen Uniklinik oder kooperierenden Lehrkrankenhäusern ableisten. „Eine solche Einbeziehung weiterer Krankenhäuser erweitert den Horizont der angehenden Kolleginnen und Kollegen bereits während der Ausbildung über die universitäre Medizin hinaus und ist deshalb ein richtiger Schritt – zumal eine ausgewogene regionale Verteilung erreicht wird“, so Henke.

Ihr Ansprechpartner für Rückfragen:
Horst Schumacher, Pressesprecher der Ärztekammer Nordrhein,
Tel.: 0211 / 43 02 2010 und 0172 / 212 07 24
 


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lokaler Link Entschließungen der Kammerversammlung am 17. März 2012 im Wortlaut

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letzte Änderung am: 24.04.2012



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