Ministerium warnt vor Durchführung pränataler, genetischer Analysen durch US-Labors

Schwangerenbauch

Foto: LanaK/fotolia.com

Das NRW-Gesundheitsministerium hat in einer rechtlichen Stellungnahme gegenüber der Ärztekammer Nordrhein klargestellt, dass Gynäkologen, die moderne Tests zur Abklärung genetischer Defekte beim ungeborenen Kind in US-Labors durchführen lassen wollen, sicherstellen müssen, dass die Untersuchung und der Umgang mit dem Analyseergebnis den hiesigen gesetzlichen Qualitätsanforderungen entsprechen. Dies ergibt sich aus dem Gendiagnostikgesetz. Sofern der Arzt dies nicht sicherstellen kann, ist die Beauftragung eines Labors in den USA nicht möglich. Mit den neuen, nicht-invasiven pränatalen Screening-Testverfahren können direkt fetale DNA im mütterlichen Blut analysiert und Aussagen über Risiken von chromosomalen Störungen beim ungeborenen Kind ermöglicht werden (Trisomie 21, 18 oder 13 sowie eine Monosomie des X-Chromosoms). Die Tests sind in Europa noch nicht CE-zertifiziert und dürfen hier noch nicht eingesetzt werden. Deshalb lassen Gynäkologen die Blutproben der Schwangeren in US-Labors mit den neuen Testverfahren analysieren. Das Ministerium weist auf die erheblichen ­haftungsrechtlichen Konsequenzen zum Beispiel im Falle eines falsch-negativen Ergebnisses hin, wenn nach der Geburt ein Down-Syndrom diagnostiziert wird und die Eltern den Arzt wegen einer fehlerhaften genetischen Beratung, die zur Geburt eines genetisch behinderten Kindes geführt hat, auf Schadensersatz verklagen.

Julia Rümler

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letzte Änderung am: 27.02.2014



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Rheinisches Ärzteblatt

Heft 12/2016

Titel 12/2016

Titelthema

Qualitätssicherung im Krankenhaus: Die Zeichen stehen auf Umbruch

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Terminhinweis: Palliativversorgung für alle?

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Am Freitag, 9. Dezember 2016 findet im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf eine Veranstaltung zum Thema "Palliativversorgung für alle? - Herausforderung für die ärztliche Versorgung in Pflegeheimen. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr.

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Begrüßungsveranstaltung neuer Kammermitglieder im September 2016

Gruppenfoto: Neue Mitglieder der Ärztekammer Nordrhein Foto: Jochen Rolfes 

Bei der 13. Begrüßungsveranstaltung der Ärztekammer Nordrhein für ihre neuen Mitglieder sprach Universitätsprofessor Dr. Heiner Fangerau, Lehrstuhlinhaber am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, zum Thema der ärztlichen Identität.

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Die Ärztekammer Nordrhein hält zahlreiche Informationsbroschüre und Flyer für Ärztinnen und Ärzte, Bürgerinnen und Bürger oder auch zur Auslage im Wartezimmer bereit. Die Materialien können einfach ein bereitgestelltes Online-Formular bestellt werden.

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