Kein Schutz durch zusätzliche Vitamine und Spurenelemente

In einem Kommentar wird auf einen „kollektiven Irrtum“ bezüglich einer präventiven Wirkung antioxidativer Vitamine und Spurenelemente hingewiesen. Die Auswertung einer Beobachtungsstudie bei Frauen (Beginn 1986) ergab, dass Präparate mit Multivitaminen, Vitamin B6, Folsäure, Eisen, Magnesium, Zink und Kupfer das Mortalitätsrisiko erhöhten. Einzig die Einnahme von Kalzium hatte einen protektiven Effekt. Eine Nahrungsergänzung mit Eisensupplementen war sogar mit einer Risikozunahme von 3,9 Prozent assoziiert.
Bereits 2007 kam eine Analyse geschlechtsneutraler Antioxidantienstudien zum gleichen Ergebnis, wobei Studien von geringer Qualität typischerweise positive Resultate generierten. Einige neuere Befunde:

  • Folsäure: erhöhte Krebsinzidenz.
  • B-Vitamine: keine kardiovaskuläre Prävention oder nephroprotektive Wirkung.
  • Vitamin E: Prostatakrebsrisiko signifikant erhöht, kein Schutz vor Lungenkrebs.
  • Selen: Krebs- und Diabetesrisiko leicht erhöht.

Aus unzähligen Studien zu Vitaminwirkungen lässt sich grundsätzlich ableiten: in Europa ist keine zusätzliche Vitamin-/Spurenelementgabe erforderlich, in der Regel genügt eine ausgewogene Ernährung. Zu hohe Dosen sind eher schädlich (wenn sie nicht wie Vitamin C über die Niere ausgeschieden werden).
Vermehrte Werbung bis hin zu „offenen Briefen“ an die Bundesregierung haben einen Grund: nach einer neuen europäischen Richtlinie dürfen konkrete gesundheitsbezogene Aussagen auf Lebensmitteletiketten nur noch dann gemacht werden, wenn die geltend gemachten Wirkungen durch aussagekräftige kontrollierte Studien nachgewiesen sind – das Aus für „stärkt das Herz“, „reinigt den Darm“ etc.

Quellen: Arch Intern Med. 2011; 171:1633-34, kommentiert in: Dtsch. Med. Wschr 2011;136:2287, tägl. praxis 2007; 48(3): 599-602; Frankf. Allgemeine vom 2.11.2011, S. N2

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letzte Änderung am: 19.12.2011



Rheinisches Ärzteblatt
Heft 3/2013

Titel 5/2013

Titelthema

Bewegung als Medizin: Startschuss für Modellprojekt in Köln

aktuelle Ausgabe

Fachtagung: Weibliche Genitalbeschneidung
Frau

Am Samstag, 15. Juni 2013 findet zwischen 9 und 17.00 Uhr die Fachtagung zum Thema Weibliche Genitalbeschneidung - Medizinische Versorgung und Prävention im Gesundheitsbereich im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft statt.

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Aktuelle Infektionskrankheiten
Viren

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Am Samstag, 22. Juni 2013 veranstaltet die Ärztekammer Nordrhein ein Symposium zum Thema "Aktuelle Infektionskrankheiten" im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr und endet um 14.30 Uhr.

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3. Kammerkolloquium Kindergesundheit
Kinderzeichnung

Am Samstag, 29. Juni 2013 veranstaltet die Ärztekammer Nordrhein das 3. Kammerkolloquium zum Thema "Kindergesundheit". Die Veranstaltung beginnt um 10.00 Uhr im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft.

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Begrüßung neuer Kammermitglieder im Frühjahr 2013

Gruppenbild Begrüßungsveranstaltung März 2013

Rund 100 junge Ärztinnen und Ärzte folgten der Einladung ins Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Die Ärztekammer Nordrhein hat zum fünften Mal neue Mitglieder mit einer eigenen Veranstaltung begrüßt.

Ärztekammer Nordrhein online Begrüßungsveranstaltung

Critical Incident Reporting System NRW. Melde- und Lernsystem für medizinische Beinahe-Fehler für NRW.

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Ab sofort steht ein rund siebenminütiges Video bereit, das die Aufgabengebiete und Services der Ärztekammer Nordrhein erklärt.

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