Neuregelung der Substitutionstherapie und Anforderungen an die suchttherapeutische Qualifikation für Ärzte.

Die 15. Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung (BtMÄndV) ist zum 1. Juli 2001 in Kraft getreten.

Zum 30. Juni 2002 liefen die Übergangsbestimmungen unter anderem für die Anforderungen an die suchttherapeutische Qualifikation für Ärzte aus.

Ab dem 1. Juli 2002 muss der Arzt, der Substitutionstherapien bei Opitalabhängigen durchführt, im Besitz der Fachkunde Suchtmedizinische Grundversorgung oder der Qualifikation Suchtmedizin sein.

Ein Arzt, der diese Voraussetzungen nicht erfüllt, darf ab dem 1. Juli 2002 für höchstens drei Patienten gleichzeitig ein Substitutionsmittel verschreiben, wenn er zu Beginn der Behandlung die Therapie mit einem Arzt, der die Fachkunde Suchtmedizinische Grundversorgung oder die Qualifikation Suchtmedizin besitzt (Konsiliararzt), abstimmt und sichergestellt hat, dass sein Patient zu Beginn der Behandlung und mindestens einmal im Quartal dem Konsiliararzt vorgestellt wird.

Die Zusammenarbeit zwischen dem behandelnden Arzt und dem Konsiliararzt ist zu dokumentieren. Der Dokumentation ist der diesbezügliche Schriftwechsel beizufügen.

Die Ärztekammer Nordrhein hat alle Kolleginnen und Kollegen, die die Fachkunde Suchtmedizinische Grundversorgung oder die Qualifikation Suchtmedizin besitzen, gefragt, ob sie anfragenden Kolleginnen und Kollegen als Konsiliarärzte in der Substitutionstherapie zur Verfügung stehen.


Übergangsregelung

Nach Rücksprache mit dem Landesgesundheitsministerium ermöglicht eine befristete Bescheinigung der Ärztekammer Nordrhein gegebenenfalls die sofortige BtMVV-konforme Substitutionstherapie durch Ärztinnen und Ärzte.

Medizinern kann unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag eine bis zum 30. Juni 2003 befristete Bescheinigung der Ärztekammer Nordrhein erteilt werden, dass die suchttherapeutischen Qualifikationen gemäß § 5 (2) 6. der Betäubungsmittel-Verschreibungs-Verordnung (BtMVV) erfüllt sind:

  1. Die Ärzte müssen über eine Facharztanerkennung oder eine mindestens 3-jährige Berufstätigkeit verfügen.
  2. Die Ärzte müssen nachweisen, dass sie vom 1. 7. 1999 bis zum 30. 6. 2002 mit Genehmigung einer Kassenärztlichen Vereinigung nach Anlage 1 Nr. 2 der Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die Einführung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB-Richtlinien) oder der Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die Bewertung ärztlicher Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (BUB- Richtlinien) intravenös-heroinabhängige Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen substituiert haben.
  3. Daneben müssen sich die Ärztinnen und Ärzte dazu verpflichten, bis zum 30. Juni 2003 an einer von der Ärztekammer Nordrhein anerkannten Fortbildung nach dem Curriculum der Suchtmedizinischen Grundversorgung der Bundesärztekammer teilzunehmen. Nach Erfüllung dieser Verpflichtung kann auf Antrag bis spätestens 30. 6. 2003 die Fachkunde Suchtmedizinische Grundversorgung oder die Qualifikation Suchtmedizin erteilt werden.

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letzte Änderung am: 03.09.2009



8. Sitzung der Kammerversammlung - November 2017

Delegierte der Kammerversammlung am 18.11.2017 in Düsseldorf Foto: Jochen Rolfes
 

Pressemitteilungen und die Entschließungen der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein auf einen Blick finden Sie hier.

Ärztliche Flüchtlingshilfe

Flüchtlinge in Deutschland Foto: picture alliance/AP Images/Hussein Malla

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 11/2017

Titel 11/2017 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

Titelthema

Ärztliche Kommunikation als medizinisches Handeln

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Dokumentation Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation

Ärztin spricht mit Patientin Foto: Westend61/fotolia.com 

Mitte September fand das Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation statt.

Die Vorträge stehen nun für Interessierte bereit

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