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Aktueller Jahresbericht der Ärztlichen Stelle


Die Röntgen- und die Strahlenschutzverordnung (§ 17a RöV, § 83 StrlSchV) beschreiben die Tätigkeitsbereiche der Ärztlichen Stellen. Der Betrieb der Ärztlichen Stellen obliegt nach § 9 Heilberufsgesetz NRW den Ärztekammern.

Nachdem im Juni 2017 das Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzgesetz neu) veröffentlicht wurde, durchläuft der Entwurf der neuen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV), die landes- und bundespolitischen Instanzen, um Ende 2018 in Kraft zu treten. Sie wird dann sowohl die alte StrlSchV als auch die Röntgenverordnung (RöV) ersetzen.

Röntgendiagnostik

Derzeit sind insgesamt 3.757 Röntgenanlagen bei der Ärztlichen Stelle angemeldet. Den größten Anteil nehmen dabei Aufnahme- und kombinierte Aufnahme- und Durchleuchtungsgeräte ein, die zu circa 15 Prozent noch mit analogen Bildaufnahmen arbeiten, 85 Prozent der Anwender haben auf digitale Folien oder Detektoren umgestellt. Unter entsprechenden Datenschutzauflagen besteht die Möglichkeit, die digitalen Aufnahmen direkt in das PACS (Picture archiving and communication system) der Ärztlichen Stelle zu senden.

2017 wurden 2.116 Geräte nach RöV überprüft und nach dem einheitlichen Bewertungssystem der Ärztlichen Stellen beurteilt. Die Ergebnisse wiesen bei 92 Prozent eine hohe Qualität der eingereichten Unterlagen auf. Bei circa acht Prozent der Überprüfungen wurden Mängel der Kategorien III und IV festgestellt, was einen verkürzten Wiedervorlagezeitraum zur Folge hat. Bei Nichtvorlage oder mangelnder Fehlerbeseitigung ist die Ärztliche Stelle der zuständigen Aufsichtsbehörde zur Berichterstattung verpflichtet. Die 2016 vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlichten diagnostischenReferenzwerte (DRW) konnten von denmeisten Betreibern eingehaltenwerden.

Ärztliche Stelle Radiologie

Nuklearmedizin

In den vergangenen Jahrenwurden neun nuklearmedizinische Einrichtungen geschlossen und nur eine neu eingerichtet. Ende 2017 waren damit 114 nuklearmedizinische Einrichtungen bei der Ärztlichen Stelle gemeldet. Unter dem Vorsitz von Professor Dr. Detlef Moka und Privatdozent Dr. Hubertus Hautzel wurden in neun Kommissionssitzungen 78 Einrichtungen geprüft. Dabei wiesen 83 Prozent der Einrichtungen gute bis sehr gute Ergebnisse auf.

Um die zunehmenden Anforderungen der Qualitätsstandards und der neuen diagnostischen und therapeutischen nuklearmedizinischen Verfahren Rechnung zu tragen, fand im März 2018 eine Fortbildungsveranstaltung im Haus der Ärzteschaft statt, die mit mehr als 350 Teilnehmern regen Zuspruch fand. Zusätzliche Informationen zu aktuellen Änderungen in den Leitlinien und DIN-Normen werden auf der Homepage der Ärztekammer Nordrhein  und in Newslettern der Ärztlichen Stelle bereitgestellt.

  Informationen zu aktuellen Änderungen in den Leitlinien und DIN-Normen

Strahlentherapie

Ende 2017 waren konstant zu den Vorjahren 67 strahlentherapeutische Einrichtungen und 19 Betreiber von Röntgentherapie-Einrichtungen bei der Ärztlichen Stelle der Ärztekammer Nordrhein angemeldet. Insgesamt fanden im Berichtszeitraum 40 Vor-Ort-Überprüfungen unter dem Vorsitz von Professor Dr. Axel Hartmann und Professor Dr. Thomas Feyerabend statt. Bei drei Röntgentherapieeinrichtungen zeigten sich Mängel beim Abgleich der Tiefendosistabellen und der Gerätesoftware, diemit Hilfe von Medizin-Physik-Experten behoben wurden. In einer strahlentherapeutischen Einrichtung wurden Empfehlungen zur Aktualisierung der Therapiekonzepte ausgesprochen und das Prüfintervall verkürzt. Bei allen übrigen strahlentherapeutischen Einrichtungen konnte eine gute bis sehr gute Qualität nachgewiesen werden.

Ausblick

Im laufenden Jahr ist eine Überarbeitung beziehungsweise Aktualisierung der Leitlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik geplant. Ab 2019 sind Überprüfungen der teleradiologischen Einrichtungen nach § 3 Absatz 4 RöV auch im Bezirk Nordrhein vorgesehen.

Ärztliche Stelle Nuklearmedizin und Strahlentherapie

Kontakt zur Ärztlichen Stelle Radiologie

Leiterin: Dr. Birgit Hallmann 0211 / 4302 2290

Sekretariat / Sachbearbeitung

Helga Höper 0211 / 4302 2291

Helga.Hoeper(at)aekno.de

0211 / 4302 2299

Hinweis

Bitte wenden Sie sich mit Fragen zur Fachkunde für Strahlenschutz an die Weiterbildungsabteilung der Ärztekammer Nordrhein.

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