Das Rheinische Ärzteblatt stellte in seiner ersten Juni-Ausgabe 1976 die Ergebnisse einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach vor. Passend zu den hitzigen öffentlichen Diskussionen um die Kostenexplosion im Gesundheitswesen und nötige Reformen stellte Allensbach die Berufsgruppen von Ärzten und Journalisten gegenüber. Die Aussage, dass Ärztinnen und Ärzte ein besonderes Ansehen in der Bevölkerung genießen, bejahten 81 Prozent der Befragten – die Spitzenposition unter den Professionen. Ein anderes Bild ergab sich beim Thema Abrechnungsbetrug: „Einmal angenommen, in der Zeitung steht ein Artikel darüber, daß viele Ärzte bei der Krankenkasse mehr Leistungen abrechnen als sie in Wirklichkeit für die Patienten erbracht haben. Die Ärzte bestreiten das“. Die Befragten sollten sagen, wem sie eher glaubten, den Journalisten oder den Ärzten. „Die Antworten der Bundesbürger zeigen: Man glaubt den Journalisten mehr als den Ärzten – und unter den Journalisten den Fernsehjournalisten mehr als den Zeitungsjournalisten“. Der Zeitungsmeldung hätten vor 50 Jahren 38 Prozent der Bevölkerung eher geglaubt als dem Dementi der Ärzte (31 Prozent). 43 Prozent glaubten eher den Fernsehjournalisten als den Ärzten (25 Prozent). Das Verhältnis änderte sich mit Blick auf die Altersstruktur, die Geschlechterverteilung und ob die Menschen auf dem Land oder in der Stadt lebten.
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