Ständige Kommission In-vitro-Fertilisation / Embryotransfer


nach § 13 der Berufsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte

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Allgemein

Die Ständige Kommission In-vitro-Fertilisation / Embryotransfer (IVF) ist eine Einrichtung der Ärztekammer Nordrhein mit Sitz in Düsseldorf. Sie wurde durch einen Vorstandsbeschluss im Jahre 1986 gegründet.

Aufgaben

Die Ständige Kommission In-vitro-Fertilisation / Embryotransfer hat die Aufgabe, den Vorstand der Ärztekammer Nordrhein bei seiner Entscheidung zu beraten, ob eine IVF-Arbeitsgruppe die Richtlinie zur assistierten Reproduktion, die Bestandteil der Berufsordnung ist, erfüllt. Daher prüft die Ständige Kommission die fachlichen, personellen und technischen Voraussetzungen der Arbeitsgruppe (Richtlinie zur Durchführung der assistierten Reproduktion gemäß § 13 der Berufsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte).

§ 13 Berufsordnung

Anlage E Richtliie zur Durchführung der assistierten Reproduktion gemäß § 13 Berufsordnung

Historie

1978 überraschte die Mitteilung, dass in England das erste Kind geboren worden war, welches seine Existenz der Befruchtung einer Eizelle außerhalb des Körpers und dem anschließenden Transfer in die Gebärmutter verdankte. Diese zunächst als rein medizinische Therapie bei Frauen mit Kinderwunsch und fehlenden oder verschlossenen Eileitern verstandene Maßnahme führte zu einer nicht geahnten stürmischen Entwicklung, die keinesfalls abgeschlossen ist. Die Verfügbarkeit der Eizelle und der männlichen Gameten eröffnete weitreichende Eingriffe in den Beginn menschlichen Lebens.

Die Erkenntnis, dass Missbrauch eintreten könne, führte zu Bemühungen der Ärzteschaft, durch die Erstellung von Richtlinien bei der künstlichen Befruchtung einen hohen Qualitätsstandard anzustreben und missbräuchliche Anwendungen zu verhindern. Bereits 1985 wurden die Richtlinien von der Bundesärztekammer publiziert und den einzelnen Landesärztekammern zur Umsetzung empfohlen. Von der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) wurde diese Umsetzung in die Berufsordnung bereits 1986 vorgenommen, und in den Folgejahren regelmäßig der neuen Entwicklung im Bereich der Reproduktionsmedizin angepasst.

1990 wurde von der Bundesregierung nach zweijähriger Beratung das Embryonenschutzgesetz verabschiedet, welches die strafrechtliche Ahndung bei Nichteinhaltung vorgegebener Regeln festschrieb. Insbesondere durch die Festsetzung, dass nur drei Eizellen befruchtet werden dürfen, wurde eine international nicht bestehende Einschränkung vorgenommen, welche von manchen Kollegen als Nachteil für die Deutsche Reproduktionsmedizin gesehen wurde, aber das Auftreten von Mehrlingsschwangerschaften mit mehr als drei Feten unmöglich machte, und überzählige Embryonen verhinderte.

Zur Umsetzung der Richtlinie zur assistierten Reproduktion wurde bei der ÄkNo 1986 eine „Ständige Kommission In-vitro-Fertilisation / Embryotransfer“ gegründet. Diese Kommission, deren Vorsitzender Professor Dr. Joseph Neulen ist, hat die Aufgabe, die Einrichtungen und die personellen Besetzungen von IVF-Arbeitsgruppen entsprechend der Richtlinie zur Durchführung der assistierten Reproduktion gemäß § 13 der Berufsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte zu prüfen und den Vorstand der ÄkNo bei seinem Votum zu beraten.

Detaillierte Voraussetzungen der assistierten Reproduktion wurden in der Berufsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte festgeschrieben. Nach dem Vorliegen neuer Therapiemöglichkeiten wurden Anpassungen der Berufsordnung vorgenommen. Die derzeit gültige Berufsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 14.11.1998 in der Fassung vom 21.11.2015 ordnet die künstliche Befruchtung in die Richtlinie zur Durchführung der assistierten Reproduktion gemäß § 13 der Berufsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte ein.

Aktueller Jahresbericht


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Checkliste und Antragsformulare

Zulassungsantrag (Neuanträge und Änderungsanzeigen)

Meldeformular IVF-Arbeitsgruppe Stand: Okotober 2015

Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin:
Monja Vogel, Tersteegenstr. 9, 40474 Düsseldorf
ivf@get-your-addresses-elsewhere.aekno.de,

0211 / 4302 227

0211 / 4302 5277