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Mitgliederversammlung in Essen - Freiberuflichkeit: Ein hohes Gut, das stets verteidigt werden muss

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Diskutierten in Essen (v.l.n.r): Wieland Dietrich, PD Dr. med. Dipl.-Biol. Michael Koldehoff, MHBA, Dr. rer. pol. Wolfgang Klitzsch, Dr. MirjamMöller, Dr. Ludger Wollring, Vorsitzender der Kreisstelle Essen, Dr. Hans Uwe Feldmann und Fritz Stagge. Foto: PR-Fotografie Köhring/SH

Die Gewährleistung einer hohen Qualifikation (Fachwissen und akademische Bildung), effektive Missbrauchssicherungen (Selbstkontrolle insbesondere durch Ärztekammern), eine herausgehobene moralische Haltung, die über die Strafnormen hinausgehen und eine besondere Form der Verantwortung, in der sichergestellt wird, dass die in der Regel folgenreichen Konsequenzen des Handelns dem Freiberufler zugerechnet werden (Haftung), sind Grundvoraussetzungen für den besonderen Status von Ärztinnen und Ärzten in modernen Gesellschaften. Im Gegenzug für diese Leistungen und die Garantenstellung von Freiberuflern in „Zonen erhöhter Unschärfe“ billigt die Gesellschaft zum Beispiel ihren Ärzten bei der Definition der Zustandes Krankheit einen großen Entscheidungsspielraum zu, weist ihnen eine hohe soziale Stellung zu und nimmt sich bei der Regulierung professionsspezifischer Angelegenheiten zurück. Diesen „Gesellschaftsvertrag“ zeichnete kürzlich der langjährige Geschäftsführer der Ärztekammer Nordrhein, Dr. Wolfgang Klitzsch, als Gastredner der diesjährigen Mitgliederversammlung der Kreisstelle Essen nach. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Kreisstellenvorsitzenden Dr. Ludger Wollring.

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