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102 "frisch gebackene" Medizinische Fachangestellte starten ins Berufsleben

Sprechstundenhilfe ist lange vorbei - MFA ist heute moderner Gesundheitsfachberuf

Gruppenfoto MFA-Lossprechung in Essen 2015
In Essen sind 102 neue Medizinische Fachangestellte in einer Feierstunde losgesprochen worden und haben ihre MFA-Briefe sowie Prüfungszeugnisse erhalten. © Ute Gembler

Essen, 24.6.2015. Endlich ist es soweit: nach drei Jahren Ausbildung nahmen 102 ehemalige Auszubildende ihre MFA-Briefe und Prüfungszeugnisse im Rahmen einer Feierstunde im Robert-Schmidt-Berufskolleg in Essen in Empfang. Der Vorsitzende der Kreisstelle Essen der Ärztekammer Nordrhein, Dr. Ludger Wollring, gratulierte gemeinsam mit Dr. Helga Eitzenberger-Wollring, Vorsitzende des Prüfungsausschusses, und Ute Cremerius, Bildungsgangleiterin am Berufskolleg, zur bestandenen Prüfung und würdigte die Leistungen und Anstrengungen der letzten Jahre.

Wollring betonte, dass der Beruf der Medizinischen Fachangestellten (MFA) vom ersten Tag an ein spannendes und abwechslungsreiches Arbeitsfeld biete, das viel Eigenverantwortung, fundiertes, fortlaufend aktualisiertes medizinisches Fachwissen, Organisationstalent und Feinfühligkeit im Umgang mit Menschen erfordere. „Das A und O einer Arztpraxis bleiben Empathie und Menschlichkeit. Sie übernehmen in den Arztpraxen, aber auch zunehmend in Krankenhäusern und anderen Institutionen des Gesundheitswesens wichtige Funktionen. Ohne eine kompetente Mitarbeit von MFA können die anstehenden Aufgaben in den Arztpraxen – insbesondere vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung – nicht mehr angemessen bewältigt werden“, sagte der Kreisstellenvorsitzende.

Er dankte im Namen der Ärztekammer Nordrhein den Ausbilderinnen und Ausbildern sowie den Lehrerinnen und Lehrern des Robert-Schmidt-Berufskollegs für ihr Engagement während der Ausbildung und verband den Dank mit einem Appell an die Essener Ärztinnen und Ärzte: „Nutzen Sie Ihr Privileg, Ihre Mitarbeiter selber auszubilden.“

Die Bildungsgangleiterin, Ute Cremerius, bescheinigte den Absolventinnen Weitblick bei der Berufswahl und hob die beruflichen Perspektiven der MFA hervor. Attraktive Arbeitsplätze in Arztpraxen aller Fachrichtungen ebenso wie Anstellungen in Krankenhäusern, Fachkliniken, Rehabilitations- oder Gesundheitszentren oder auch in betriebsärztlichen Abteilungen von Unternehmen stehen den jungen Frauen offen. „Die Zeiten der beruflichen Einbahnstraße sind vorbei. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich als MFA beruflich weiter zu entwickeln“, erklärte Cremerius. Dazu gehört beispielsweise die Qualifikation zur „Entlastenden Versorgungsassistentin“ (EVA) oder zur „Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung“.

Informationen zum Ausbildungsgang und zu Weiterqualifizierungsmöglichkeiten sowie eine Jobbörse für MFA und andere medizinische Assistenzberufe finden sich im Internet unter  www.aekno.de/MFA.
 

Ansprechpartner:

Kreisstelle Essen, 0201 / 43 60 30 31, Servicezentrum-Ruhr(at)aekno.de.

ÄkNo