Weichteiltumor beim Kind – ein langer Weg zur definitiven Diagnose

29.03.2019 Online FortbildungSeite 24
RAE Ausgabe 4/2019

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 4/2019

Seite 24

Diagnostische und therapeutische Überlegungen. Folge 60 der Reihe Zertifizierte Kasuistik

von Robert Ossendorff und Jan Schmolders

Anamnese

Ein 8-jähriger Junge stellte sich in unserer tumororthopädischen Sprechstunde mit einer Weichteilschwellung am rechten ventralen Unterarm vor. Diese sei seit einem Jahr bekannt und seit einiger Zeit deutlich größenprogredient. Seit einigen Wochen zeigte sich zudem eine zunehmende Verhärtung und ein Verlust der Verschieblichkeit, einhergehend mit lokalem Druckschmerz.

Zunächst wurden durch den Kinderarzt mehrfach sonographische Kontrollen durchgeführt. Bei weiterer Größenzunahme erfolgte dann eine Kernspintomographie. Anschließend wurde das Kind bei sich erhärtendem Verdacht auf einen weichteiligen Tumor in unsere tumororthopädische Sprechstunde überwiesen.

Körperlicher Befund

Etwa drei bis vier Zentimeter große tumoröse Läsion, Unterarm rechts paramedian ohne Verschieblichkeit zum umgebenden Gewebe. Nun deutlicher Druckschmerz. Alle Finger frei beweglich. Kein sensomotorisches Defizit.

Labor

Ohne pathologischen Befund.

Sonographie

Es zeigt sich eine umschriebene ovale, inhomogene, überwiegend echoarme Raumforderung mit einer Größe von 1,3 x 1 x 6,5 cm Größe (siehe Abbildung 1). Im Parenchym finden sich zwei kleine Verkalkungsstrukturen. Die Raumforderung zeigt peripher eine kräftige Vaskularisation. Die Raumforderung umschließt die Unterarm-Sehne des Musculus flexor carpi radialis.

MRT

Infiltration des Musculus flexor digitorum superficialis und Umscheidung von Anteilen der Sehne des Musculus flexor carpi radialis (siehe Abbildung 2).

Dr. Robert Ossendorff arbeitet als Assistenzarzt an der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Uniklinik Bonn. Privatdozent Dr. Jan Schmolders MHBA ist Leiter des Schwerpunktes Tumororthopädie und Sarkomchirurgie an der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Uniklinik Bonn.

Professor Dr. Malte Ludwig ist Chefarzt der Abteilung Angiologie und Phlebologie sowie Leiter des Gefäßzentrums Starnberger See am Benedictus Krankenhaus Tutzing. Er koordiniert und begleitet die Reihe inhaltlich.

Kurzanleitung zur „Zertifizierten Kasuistik“

 

Hinweis: Die 2 Fortbildungspunkte können über das System des Einheitlichen Informationsverteilers (EIV) Ihrem Punktekonto bei der Ärztekammer gutgeschrieben werden. Es werden Ihre Einheitliche Fortbildungsnummer, die Veranstaltungsnummer und die Anzahl der Punkte übermittelt.

via Rheinisches Ärzteblatt

Im ersten Rheinischen Ärzteblatt des Quartals werden jeweils veröffentlicht: der einführende Artikel zum Thema, der Fragenkatalog und die Lernerfolgskontrolle mit Bescheinigung.

Zum Erwerb der Fortbildungspunkte müssen mindestens 70 Prozent der Fragen richtig beantwortet werden. In dem Fall können die Fortbildungspunkte über den Elektronischen Informationsverteiler (EIV) dem elektronischen Punktekonto des Arztes bei seiner Ärztekammer automatisch gutgeschrieben werden, falls die Einheitliche Fortbildungsnummer/Barcode auf die Lernerfolgskontrolle aufgeklebt und damit das Einverständnis zur Datenübermittlung dokumentiert worden ist.

Einsendeschluss: Die Lernerfolgskontrolle muss spätestens bis Sonntag, 19. Mai 2019 per Fax oder per Post eingegangen sein (Poststempel). Fax: 0211 4302-5808, Postanschrift: Nordrheinische Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung, Tersteegenstr. 9, 40474 Düsseldorf.

Auflösung: im Rheinischen Ärzteblatt 6/2019 in der Rubrik Magazin.

via www.aekno.de

Die Zertifizierte Kasuistik findet sich auf der Homepage der Ärztekammer Nordrhein unter www.aekno.de/cme.

Anmeldung: Erstmalige Registrierung mit Nachnamen, Arztnummer, Einheitlicher Fortbildungsnummer (falls vorhanden) und einer aktuellen E-Mail-Adresse. An diese werden die Zugangsdaten geschickt. Die zukünftige Anmeldung erfolgt über Nachnamen und die per E-Mail übermittelte Benutzer-ID.

In dem geschlossenen Bereich finden sich

  • der einführende Artikel zum jeweiligen Thema,
  • die ausführlichen medizinischen Informationen und
  • der Fragekatalog inklusive Evaluation.

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