Ärztekammer Nordrhein hat nun mehr als 62.000 Mitglieder

25.04.2019 Seite 29
RAE Ausgabe 5/2019

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 5/2019

Seite 29

Foto: Westend61/4r3p/fotolia Die Medizin wird von Jahr zu Jahr weiblicher: Ein Plus von 3,8 Prozent verzeichneten die berufstätigen Ärztinnen im vergangenen Jahr in Nordrhein. © Westend 61/Fotolia

von Vassiliki Latrovali

Die Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte stieg um 2,9 Prozent auf 48.185, darunter 22.945 Ärztinnen, ein Plus von 3,8 Prozent. Bei den Männern betrug das Plus 2,2 Prozent auf 25.240. Rechnet man Zu- und Abgänge gegeneinander, so beträgt der Saldo 1.201 neue Mitglieder, nach 1.211 im Kalenderjahr 2017.

In Nordrhein waren im vergangenen Jahr 18.104 Ärztinnen und Ärzte ohne Gebietsbezeichnung tätig (+ 1,4 %), von diesen befand sich das Gros in Weiterbildung. Ambulant waren 19.957 Kolleginnen und Kollegen (+ 4,35 %) tätig, die Mehrheit war (14.116; - 0,83 %) in eigener Praxis oder angestellt niedergelassen. Stationär waren 2018 im Kammergebiet 25.521 (+ 1,3 %) Ärzte tätig. In Behörden und Körperschaften, zum Beispiel der Ärztekammer Nordrhein, waren insgesamt 559 Ärztinnen und Ärzte tätig.

Die Zahl der berufstätigen Allgemeinmediziner im Rheinland und dem west­lichen Ruhrgebiet stieg um 1,7 Prozent auf 4.161. Internisten (9.320; + 2,8 %) und Chirurgen (6.293; + 2,7 %) stellten die zahlenmäßig größten Gruppen.

In Nordrhein wurden im vergangenen Jahr 1.722 Facharztanerkennungen erteilt. Die Top 5 der Fachbereiche bilden die Innere Medizin (283), die Anästhesiologie (171), die Allgemeinmedizin (138), die Orthopädie und Unfallchirurgie (118) und die Kinder- und Jugendmedizin (82).

6.157 Mediziner in Nordrhein hatten einen ausländischen Pass, darunter 3.132 aus Ländern der Europäischen Union. 5.982 Kollegen waren im Besitz einer Approbation, 175 hatten eine Berufserlaubnis nach § 10 Bundesärzteordnung. Die Statistik lässt allerdings keine belastbaren Aussagen darüber zu, wie viele Ärzte ihren Universitäts- beziehungsweise Facharztabschluss im Ausland erworben haben und wie viele Kollegen mit ausländischem Pass eigentlich „Bildungsinländer“ sind. Die prozentual höchsten Erstzugänge aus der EU waren aus der Tschechischen Republik mit zehn (+ 233 %) Ärztinnen und Ärzten, Luxemburg (+ 400 %) und Ungarn (+ 150 %) mit jeweils fünf Medizinern zu verzeichnen. Zahlenmäßig lag mit 27 Erstzugängen Griechenland vorn (+ 12,5 %).