Eine gute Versorgung für Alle

Rudolf Henke Foto: Jochen Rolfes

Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein
Foto: Jochen Rolfes

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung glücklicherweise verändert. „Menschen sind nicht behindert, Menschen werden behindert“, lautet heute einer der Grundsätze, die mit dieser neuen Perspektive verbunden sind. Viele engagierte Menschen, darunter auch Ärztinnen und Ärzte, haben dankenswerter Weise zu diesem Wandel in der Wahrnehmung und der Haltung beigetragen.

Mit dem damit zusammenhängenden Begriff der Barrierefreiheit ist dabei weit mehr gemeint als nur der ebenerdige Zugang zu einer Praxis oder Klinik: Vom Menschen gestaltete Lebensbereiche sollen nach dem 2002 in Kraft getretenen Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in der „allgemein üblichen Weise, grundsätzlich ohne fremde Hilfe und ohne besondere Erschwernis auffindbar, zugänglich und nutzbar“ sein, wie es die Beauftragte für die Belange der Behinderten der Bundesregierung formuliert. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen ist seit 2009 in Deutschland gültig.

Im Alltag zeigt sich, dass die Wegstrecke, die es noch zurückzulegen gilt, weiterhin anspruchsvoll ist. Das liegt zu einem gewissen Anteil verständlicher Weise an den unterschiedlichen Ausgangsbedingungen von Menschen mit Behinderungen, zu denen an Rhein und Ruhr einige Zehntausend Bürgerinnen und Bürger mit einer geistigen Besonderheit gehören.

Wie alle anderen haben auch Menschen mit geistiger Behinderung Anspruch auf die Achtung und Wahrung der Grundrechte, die unser Grundgesetz postuliert: Artikel 1 GG garantiert die unveräußerliche Würde des Menschen, Artikel 3 GG die Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz. Würde wird nicht erworben, sie ist allen Menschen als Gleichen unter Gleichen von Beginn an als Wesensmerkmal immanent, unabhängig von ihrer körperlichen, geistigen oder seelischen Konstitution oder von Schicksalsschlägen – die jeden von uns jederzeit treffen können.

Auf einem Symposium hier im Haus der Ärzteschaft (siehe Titelthema dieser Ausgabe ab Seite 12) werden wir uns im Februar aus ärztlicher Perspektive die Frage stellen, wie es um die Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung an Rhein und Ruhr bestellt ist? Und was zu tun ist, um Gesundheitsförderung und Prävention, Anamnese und Diagnostik, Therapie, Reha oder Nachsorge dergestalt weiterzuentwickeln, dass wir diesen Patienten und ihren Angehörigen so gut als möglich zur Seite stehen können?

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letzte Änderung am: 30.01.2018



Kammersymposium zur Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung

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Die Ärztekammer Nordrhein veranstaltet am Freitag, 23. Februar 2018 von 15 bis 19 Uhr ein Symposium mit dem Thema "Gesundheitsversorgung von Menschen mit geistiger Behinderung - Wo stehen wir heute?" Neben dem Grußwort des NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann stehen Vorträge und Diskussionsrunden mit Vertretern verschiedener Bereiche des Gesundheitswesens auf dem Programm.

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Rheinisches Ärzteblatt

Heft 2/2018

Titel 2/2018 Titelillustration nach einem Entwurf von Alexandra Wilhelm, Titelkonzept Eberhard Wolf

Titelthema

Gute Medizin sieht Vielfalt

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Dokumentation: Cannabis auf Rezept?
Cannabis als Medikament Foto: Africa Studio - Fotolia.com

Foto: Africa Studio - Fotolia.com

Am Freitag 8. Dezember 2017 veranstaltete die Ärztekammer Nordrhein das Kammersymposium "Cannabis auf Rezept? Cannabinoide in der Medizin im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Einige der gehaltenen Referate stehen zur Verfügung.

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Ärztekammer begrüßte neue Mitglieder

Begrüßungsveranstaltung für neue Mitglieder November 2017 Foto: Jochen Rolfes 

Am Samstag, 25. November 2017 begrüßte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, zum 15. Mal neue Kammermitglieder im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft.

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Die Ärztekammer Nordrhein hält zahlreiche Informationsbroschüre und Flyer für Ärztinnen und Ärzte, Bürgerinnen und Bürger oder auch zur Auslage im Wartezimmer bereit. Die Materialien können einfach ein bereitgestelltes Online-Formular bestellt werden.

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