Gemeinsame Pressemitteilung der Kreisstelle Essen

Gemeinsam für eine verbesserte Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten

Ausbildende Ärztinnen und Ärzte tauschen sich mit Lehrern des Robert-Schmidt- Berufskollegs aus. Im Fokus steht die duale Ausbildung zur/m Medizinischen Fachangestellten und eine bessere Vernetzung der Ausbildungsorte Arztpraxis und Schule.

Praxissituation Empfang und Verwaltung

Foto: Eberhard Hahne

Essen, 28. Februar 2013. Um für einen reibungslosen Ablauf der Ausbildungs von Medizinischen Fachangestellten (MFA) in Essen zu sorgen, haben die Kreisstelle Essen der Ärztekammer Nordrhein gemeinsam mit dem Robert-Schmidt-Berufskolleg Essen die ausbildenden Ärztinnen und Ärzte zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen.

Oft wird Deutschland von den europäischen Nachbarn um die duale Ausbildung beneidet. Hier ist das Unternehmen - neben der Schule - ein eigenständiger Ausbildungsort mit eigenständigem  Ausbildungsauftrag und Erlerntes kann direkt in der Praxis erprobt werden. Was sich in der Theorie gut anhört, muss in der Praxis gut vernetzt sein. Und das ist oftmals schwierig und gilt für viele Ausbildungsberufe, auch für den der Medizinischen Fachangestellten (MFA).

Mit der Neuordnung und der Modernisierung der Ausbildung von der Arzthelferin zur Medizinischen Fachangestellten im Jahre 2006 haben sich die Anforderungen an die Ausbildung und damit auch an die Ausbilderinnen und Ausbilder aber auch an die Lehrerinnen und Lehrer der Berufskollegs verändert. Zur Etablierung der neuen Berufsausbildung mussten so manche "Kinderkrankheiten" überwunden werden.

Klaus Schumacher, Verwaltungsdirektor der Ärztekammer Nordrhein, zog nach sieben Jahren MFA-Ausbildung Bilanz. Das Berufsbild und damit die Ausbildung wurden grundlegend reformiert. Der Aufgabenbereich der MFA hat längst  nichts mehr mit der „Sprechstundenhilfe“ der 50er Jahre und auch nicht mit der „Arzthelferin“ der 70er Jahre zu tun.

Einen Einblick in die schulischen Komponenten der MFA-Ausbildung und in die Entwicklungsvorhaben im Bildungsgang MFA gab Ute Cremerius, verantwortlich für die schulische Ausbildung MFA.

„Das Berufskolleg hat einen umfassenden Bildungsauftrag, der auf die parallele Entwicklung von fachlichem Wissen und Können, sozialer Kompetenz und Selbstständigkeit der Auszubildenden zielt und die für die erfolgreiche Bewältigung von komplexen beruflichen und persönlichen Handlungssituationen erforderlich sind“, erklärte der Schulleiter Friedrich Hanßen.

Um den jungen Menschen den Einstieg in die Ausbildung zu erleichtern, wurde den anwesenden Ausbildern auch ein geplantes Pilotprojekt von Schule und Kammer vorgestellt und diskutiert. “Ohne qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter läuft schon lange nichts mehr in einer Arztpraxis! Deshalb müssen wir auch in der Ausbildung –  insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels – neue Wege gehen“, betonte Dr. Ludger Wollring, Vorsitzender der Kreisstelle Essen und niedergelassener Augenarzt und Ausbilder.

Sowohl die ärztlichen Ausbilderinnen und Ausbilder als auch das Lehrpersonal nutzten das Forum zum Austausch und der wechselseitigen Vorstellung der Alltagsprobleme. Rasch wurde klar, dass das wechsel­seitige Kennenlernen eine gemeinsame Basis schafft, um Kommunikations- und Verständigungsprobleme schnell und unkompliziert zu klären. Die Probleme beruhen oft auf Unkenntnis der Sach- und Problemsituation des Gegenübers. So konnte Verständnis für das Agieren des anderen Ausbildungspartners geweckt werden.

Einig waren sich alle Anwesenden: mehr Kommunikation und Transparenz zwischen den Ausbildungsparteien tragen wesentlich dazu bei, die Rahmenbedingungen für Ausbildung und damit die MFA-Ausbildung in Essen zu verbessern.

Kontakt:

Dr. Ludger Wollring, Vorsitzender der Kreisstelle Essen, Ärztekammer Nordrhein

Sekretariat: Beate Boeckem, Bamlerstraße 3c, 45141 Essen,
Telefonnummer 0201 / 43 60 30 36
E-Mail servicezentrum-ruhr@aekno.de


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letzte Änderung am: 01.03.2013



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