Mitgliederversammlung der Kreisstelle Essen

Medizinische Hilfe für Flüchtlinge und für Übergewichtige

Essener Ärzte informierten sich über die gesundheitliche Situation der Flüchtlinge in Essen und berieten gemeinsame Maßnahmen zur Unterstützung von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen

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Essen, 24.9.2015. Die Stadt Essen sucht Ärztinnen und Ärzte, die bereit sind, sich an der medizinischen Untersuchung und Impfung von Flüchtlingen, die in Essen untergebracht sind, zu beteiligen. Auf der Mitgliederversammlung der Kreisstelle Essen der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) gestern (23.9.2015) im St. Josef-Krankenhaus in Essen-Kupferdreh informierte der Leitende Städtische Medizinaldirektor des Gesundheitsamtes der Stadt, Dr. Rainer Kundt, die Ärztinnen und Ärzte über die Situation der Flüchtlinge in Essen und erläuterte Einzelheiten der notwendigen medizinischen Untersuchung der Schutzsuchenden. „Bitte unterstützen Sie uns nach ihren Möglichkeiten, um den Flüchtlingen die notwendige medizinische Hilfe zu geben, sagte Kundt.


Ärztinnen und Ärzte, die die Stadt Essen entsprechend unterstützten wollen, wenden sich bitte an das Gesundheitsamt Essen:

Telefonnummer 0201 / 8 85 30 00

E-Mail christiane.scheytt@gesundheitsamt-essen.de oder

E-Mail juliane.boettcher@gesundheitsamt-essen.de.

lokaler Link weitere Informationen für Ärzte zur Flüchtlingsversorgung

Ein weiteres Thema der Mitgliederversammlung war die Beobachtung, dass in Deutschland immer mehr Schulkinder an Übergewicht und Adipositas leiden. Diesen Trend stellen auch die Ärzte in ihren Praxen fest. „Uns fällt in allen Fachbereichen auf, dass Kinder und Jugendliche immer häufiger übergewichtig sind“, sagte Dr. Ludger Wollring, Vorsitzender der Kreisstelle Essen der ÄkNo.

Die Einschätzung wird auch von den Zahlen der Schuleingangsuntersuchung in der Stadt Essen gestützt. Die Leiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes der Stadt Essen, Obermedizinalrätin Hiltrud Kleine-Eggebrecht, sagte, dass 2014 rund zwölf Prozent der Kinder bei der Einschulung übergewichtig oder stark übergewichtig waren. Grund genug für die Ärztinnen und Ärzte in Essen, Ursachenforschung zu betreiben und Möglichkeiten auszuloten, wie diesem Trend in der Ruhrmetropole wirksam entgegengewirkt werden kann. Ein Ansatz sei die frühzeitige Aufklärung der Betroffenen über eine gesunde Ernährung, die Bedeutung von Sport und Bewegung sowie die Aufklärung der Eltern. Dabei könnten Schulen als mögliche Orte für Prävention eine wichtige Rolle spielen.

Einen weiteren Ansatz gegen Übergewicht und Adipositas stellte Professor Dr. Johannes Hebebrand Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des LVR-Klinikums Essen vor: Das Kompetenznetz Adipositas (www.kompetenznetz-adipositas.de) bietet vor allem stark übergewichtigen Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren eine umfassende Versorgung in spezialisierten Kliniken an. Das Behandlungskonzept umfasse neben medizinischen auch psychosoziale Aspekte wie den Kontakt zu anderen Betroffenen und die Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Ziel sei es, so Hebebrand, neben der Gewichtsreduktion das Selbstwertgefühl der Jugendlichen zu steigern und Folgekrankheiten frühzeitig zu erkennen und wenn möglich zu vermeiden.

lokaler Link Dokumentation der Vorträge

ÄkNo


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letzte Änderung am: 30.09.2015



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