Weiterentwicklung der Früherkennungsuntersuchungen und Ärztliche Präventionsempfehlung (Muster 36)

Ärztinnen und Ärzte nehmen eine zentrale Rolle bei der Prävention ein. Sie sind die wichtigsten Ansprechpartner in Gesundheitsfragen für nahezu die gesamte Bevölkerung. Sie kennen die gesundheitlichen Belastungen der Bevölkerung und spezifischer sozialer Gruppen.

Das Präventionsgesetz sieht vor, dass die bestehenden Gesundheits- und Früherkennungsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiterentwickelt werden. Künftig soll ein stärkeres Augenmerk auf individuelle Belastungen und auf Risikofaktoren für das Entstehen von Krankheiten gelegt werden. Ärztinnen und Ärzte erhalten die Möglichkeit, Präventionsempfehlungen auszustellen und damit zum Erhalt und zur Verbesserung der Gesundheit ihrer Patienten beizutragen.

Seit dem 1. Januar 2017 können Ärztinnen und Ärzte ihren Patienten eine primärpräventive Empfehlung (Muster 36) für die Teilnahme an von den Krankenkassen zertifizierten Kursangeboten aus den Handlungsfeldern

  • Bewegung
  • Ernährung
  • Stressmanagement
  • Suchtmittelkonsum und
  • Sonstiges

aussprechen.

Präventionsempfehlung Muster 36 Foto: ÄkNo 

Kassen müssen Angebote bereitstellen

Es handelt sich bei der ärztlichen Präventionsempfehlung jedoch nicht um eine ärztliche Verordnung im Sinne einer veranlassten Leistung, sondern lediglich um eine Empfehlung, mit der ein Patient zum Beispiel einen Sportkurs oder eine Ernährungsberatung bei seiner Krankenkasse beantragen kann. Die ärztliche Präventionsempfehlung ist von der Krankenkasse zu berücksichtigen, wenn sie über den Leistungsanspruch eines Versicherten entscheiden.

Über den Internetseiten der Krankenkassen erfährt der Patient auch, welche Angebote diese bereithält und finanziell fördert. Die Krankenkassen stehen daher in der Pflicht, möglichst regional gut erreichbare Angebote bereit zu stellen. Sie können dazu auch entsprechend zertifizierte Leistungen zum Beispiel des organisierten Sports oder der Fitnessstudios bezuschussen. Weiterhin müssen die Krankenkassen dafür sorgen, dass die  Angebote zielgruppengenau sind und sich somit klar von Angeboten für gesundheitlich vorbelastete Versicherte abgrenzen.

Die Präventionskurse im Handlungsfeld Bewegung stellen keinen Ersatz für Rehasport dar, der weiter über das Muster 56 zu veranlassen ist.

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letzte Änderung am: 16.02.2018



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Rheinisches Ärzteblatt

Heft 11/2018

Titel 11/2018 Titelgestaltung: Eberhard Wolf Foto: Phanie/Yourphototoday

Titelthema

Draußen vor der Stadt

 aktuelle Ausgabe

Blickwechsel Demenz: "Operation gelungen, Patient verwirrt?"
Grafik Operationssaal, Ärzte, Patient Illustration: depositphoto.com, leremy/Tina Ennen

Illustration: depositphoto.com, leremy/Tina Ennen

Unter dem Titel "Blickwechsel Demenz: "Operation gelungen, Patient verwirrt?" veranstaltet die Ärztekammer Nordrhein zusammen mit der Paritätischen NRW und der Krankenhausgesellschaft NRW eine Fachtagung zum Umgang mit dementen Patienten im Krankenhaus. Die Veranstaltung findet am Samstag, 17. November 2018 von 10 bis 15 Uhr im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft statt.

interner Link Programm und Anmeldung

IQN: Arthroseschmerzen
Logo IQN  

Das Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein (IQN) veranstaltet am Mittwoch 12. Dezember 2018 eine Fortbildung zum Thema "Arthroseschmerzen - Prävention und Behandlungsmöglichkeiten in Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Unter anderem stehen konservative sowie naturheilkundliche Therapieansätze bei Arthrose auf dem Programm der Fortbildung.

interner Link Programm

Materialbestellung

Die Ärztekammer Nordrhein hält zahlreiche Informationsbroschüre und Flyer für Ärztinnen und Ärzte, Bürgerinnen und Bürger oder auch zur Auslage im Wartezimmer bereit. Die Materialien können einfach ein bereitgestelltes Online-Formular bestellt werden.

Interner Link Materialbestellung

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Jobbörse für MFA
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interner Link Jobbörse

Critical Incident Reporting System NRW. Melde- und Lernsystem für medizinische Beinahe-Fehler für NRW.

 Internetlink www.cirs-nrw.de

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