Mail aus Bonn

Marie Noëlle Engels Foto: privat

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Gerade wurden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt. Obwohl es sich nur um eine kleine Verschiebung handelt, dauert es bei mir immer mehrere Tage, bis meine innere Uhr folgt. Wie stark die biologische Uhr uns lenkt, fand ich schon immer interessant, auch aus medizinischer Sicht. Ich kam kürzlich bei einem studentischen Projekt erneut mit dem Thema in Berührung.

Dass wir unserem zirkadianen Rhythmus nur schwer widerstehen können, hat sicher seine Berechtigung. Schlafmangel führt zu Fettleibigkeit, verringert die kognitive und immunologische Lernfähigkeit und steigert die Fehlerrate. Gleichzeitig lässt er sich auch therapeutisch nutzen: Beispiels  weise bei Depressionen wird kontrollierter Schlafentzug als „Stimmungsaufheller“ eingesetzt. Welche Rolle das Schlafverhalten bei der Entwicklung von Krankheiten und ihrer Bekämpfung spielt, sollte meiner Meinung nach an den Unis intensiver thematisiert werden und wird beispielsweise in Anamnesen oft übersehen. Aber was ist überhaupt gesunder Schlaf, und wie lange sollte er sein?

In einem 2015 veröffentlichten Artikel (Internet:Internetlink www.cell.com/current-biology, Suchwort: Siegel) gingen Jerome Siegel und andere Forscher dieser Frage nach. Sie beobachten das Schlafverhalten südamerikanischer und afrikanischer Naturvölker. Die Schlafdauer betrug durchschnittlich nur 5,7 bis 7,1 Stunden. Der Rhythmus richtete sich stark nach „Zeitgebern“ wie Licht und Temperatur. Tatsächlich interferieren bereits drei Lux, die Lichtintensität einer Kerze, mit dem körpereigenen Melatonin-Stoffwechsel. Handys bieten zum Teil die Möglichkeit, abends die Blauanteile des Bildschirms zu verringern.

Demgegenüber gibt es auch Lichttherapiebrillen, die versprechen, wach zu machen. Im Rahmen eines studentischen Projekts hatte ich die Gelegenheit, ein solches „light-device“ für fünf Tage zu testen. Es mag ein Placebo-Effekt gewesen sein, aber ich habe noch nie so wenig geschlafen und mich trotzdem so fit und konzentriert gefühlt. Ganz alltagstauglich sind die Gestelle allerdings noch nicht. Erstens darf man sich nicht daran stören, von seinen Mitmenschen angestarrt zu werden. Zweitens rutschte mir die klobige Brille von der Nase, sobald ich mich nach vorne beugte.

Wie erlebt Ihr das Studium der Humanmedizin? Schreibt mir an E-Mail medizinstudium@aekno.de.

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letzte Änderung am: 26.10.2017



Kammersymposium zur Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung

Logo Ärztekammer Nordrhein

Die Ärztekammer Nordrhein veranstaltet am Freitag, 23. Februar 2018 von 15 bis 19 Uhr ein Symposium mit dem Thema "Gesundheitsversrogung von Menschen mit geistiger Behinderung - Wo stehen wir heute?" Dem dem Grußwort des NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann stehen Vorträge und Diskussionsrunden mit Vertretern verschiedener Bereiche des Gesundheitswesens auf dem Programm.

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Rheinisches Ärzteblatt

Heft 1/2018

Titel 1/2018 Titelgestaltung: Eberhard Wolf

Titelthema

Patientenversorgung zukunftsfest machen

 aktuelle Ausgabe

Dokumentation: Cannabis auf Rezept?
Cannabis als Medikament Foto: Africa Studio - Fotolia.com

Foto: Africa Studio - Fotolia.com

Am Freitag 8. Dezember 2017 veranstaltete die Ärztekammer Nordrhein das Kammersymposium "Cannabis auf Rezept? Cannabinoide in der Medizin im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Einige der gehaltenen Referate stehen zur Verfügung.

interner Link Dokumentation

Ärztekammer begrüßte neue Mitglieder

Begrüßungsveranstaltung für neue Mitglieder November 2017 Foto: Jochen Rolfes 

Am Samstag, 25. November 2017 begrüßte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, zum 15. Mal neue Kammermitglieder im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft.

interner Link Festvortrag und Bildergalerie

Dokumentation Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation

Ärztin spricht mit Patientin Foto: Westend61/fotolia.com 

Mitte September fand das Kammersymposium zur Arzt-Patienten-Kommunikation statt.

Die Vorträge stehen nun für Interessierte bereit

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Materialbestellung

Die Ärztekammer Nordrhein hält zahlreiche Informationsbroschüre und Flyer für Ärztinnen und Ärzte, Bürgerinnen und Bürger oder auch zur Auslage im Wartezimmer bereit. Die Materialien können einfach ein bereitgestelltes Online-Formular bestellt werden.

Interner Link Materialbestellung

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Jobbörse für MFA
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Critical Incident Reporting System NRW. Melde- und Lernsystem für medizinische Beinahe-Fehler für NRW.

 Internetlink www.cirs-nrw.de

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