Ärztepräsident Hoppe fordert radikale Entbürokratisierung

„Flucht aus den Gesundheitsberufen stoppen“

Düsseldorf, 20.3.2004. Die Flucht aus den Gesundheitsberufen kann nach Auffassung der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) nur durch bessere Arbeitsbedingungen für die Leistungsträger im Gesundheitswesen und eine radikale Entbürokratisierung des Arbeitsalltags gestoppt werden.

An den Kliniken in NRW können nach Angaben der Kammer mindestens 850 Arztstellen und 650 Stellen in der Pflege nicht besetzt werden. „Es ist ein Alarmsignal, dass heute etwa die Hälfte des Medizinernachwuchses nicht mehr in die patientenbezogene ärztliche Tätigkeit strebt“, sagte der Präsident der ÄkNo und der Bundesärztekammer, Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, am 20. März 2004 vor der Delegiertenversammlung der rheinischen Ärztekammer in Düsseldorf.

Bundesweit gingen laut ÄkNo im Jahr 2001 nur 2.900 von 3.850 (77 Prozent) derjenigen, die ihre Medizinerausbildung bereits erfolgreich absolviert hatten, in die Patientenversorgung. Fast ein Viertel wendete sich anderen Berufsfeldern zu − zum Beispiel im Management, in der pharmazeutischen Industrie oder der medizinischen Informatik.

Eine Ursache für den Ärztemangel sei die „überbordende Bürokratisierung des Arztberufes“, sagte Hoppe. Er verlangte eine radikale Entbürokratisierung des ärztlichen Arbeitsalltags in Klinik und Praxis. Alle rechtlichen Vorgaben, die Mediziner mit Verwaltungsaufgaben belasten, gehören laut Hoppe auf den Prüfstand.

„Ärzte und Pflegekräfte brauchen mehr Zeit für die Patienten“, sagte Hoppe. Er bezeichnete es als „irritierend“, dass die Landesregierung den akuten Personalmangel im Gesundheitswesen bestreitet.

Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Ärztekammer Nordrhein und der Bundesärztekammer


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letzte Änderung am: 30.09.2008



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