Niedergelassene Hausärzte und Klinik gründen Weiterbildungsverbund Rhein-Erft-Kreis

Gruppenbild Urkundenverleihung Rhein-Erft-Kreis

Feierliche Urkundenübergabe an die Teilnehmer des neuen Weiterbildungsverbundes Rhein-Erft-Kreis mit dem Landrat, Werner Stump (2. Reihe 1. v. l. und dem  Vizepräsidenten der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer, (1. Reihe rechts), links daneben: Georg Lenhart, Geschäftsführer des Krankenhauses Maria Hilf. Foto: Jürgen Brenn

Düsseldorf, Bergheim, 17.1.2013. Mit der feierlichen Urkundenübergabe wurde am Mittwoch, 16.1.2013 der "Hausärztliche Weiterbildungsverbund Rhein-Erft-Kreis" aus der Taufe gehoben. Damit arbeiten in Nordrhein insgesamt 35 Weiterbildungsverbünde für den Nachwuchs an Allgemeinmedizinern. In den Verbünden haben sich mehr als 300 Praxen und 78 Krankenhäuser zusammengeschlossen.

In vielen Gemeinden und Städten in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf droht in den kommenden Jahren ein Mangel an Hausärzten. Der Vorsitzende der Kreisstelle Rhein-Erft-Kreis der Ärztekammer Nordrhein, Dr. Michael Rado, sprach von einer drohenden Verarmung an Hausärzten. Jetzt steuern niedergelassene Ärzte, das Krankenhaus Maria Hilf in Bergheim sowie zum ersten Mal in einem Weiterbildungsverbund auch das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein in einem gemeinsamen Weiterbildungsverbund gegen: Mit dem Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Rhein-Erft-Kreis wollen sie die Zahl der Allgemeinmediziner über eine strukturierte und für angehende Allgemeinmediziner interessante Weiterbildung steigern.

"Sie machen angesichts des demografischen Wandels einen richtigen Schritt", sagte der Landrat des Kreises, Werner Stump, bei der Urkundenverleihung. Der Kreis brauche Versorgungsstrukturen der nahen Wege, so der Landrat.

Der Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer, wies darauf hin, dass im Verbund die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner erstmals unter einem Vertragsdach erfolge. Der Wechsel von einer Weiterbildungsstelle zur nächsten, was früher bei Hausärzten obligatorisch war, entfalle im Verbund. Auch seien die Zukunftsaussichten für Hausärzte "rosig", so Zimmer: "Patienten brauchen angesichts der Multimorbidität älterer Menschen lebenslange ärztliche Betreuung".

Weitere Vorteile für den Arzt in Weiterbildung sind:

  • feste Ansprechpartner
  • feste Weiterbildungszeit
  • keine erneute Suche nach Weiterbildungsbefugten
  • gesicherte Vergütung

Auch die Möglichkeit einer Praxisübernahme könnte gegeben sein.

Das Konzept bietet für den gesamten Zeitraum eine strukturierte, qualitativ hochwertige Weiterbildung bis zur Zulassung zur Prüfung zum Erwerb der Facharztbezeichnung „Allgemeinmedizin“.

Am Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Rhein-Erft-Kreis nehmen derzeit ein Krankenhaus, das Kreisgesundheitsamt sowie zehn allgemeinmedizinische Praxen, Gemeinschaftspraxen und Berufsausübungsgemeinschaften teil. Mit der nun eingegangenen Kooperation bekennen sich Klinik, Gesundheitsamt und niedergelassene Ärzte zu ihrer Verantwortung für eine hoch stehende allgemeinmedizinische Weiterbildung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

Eine Übersicht der teilnehmenden Kliniken und Praxen am Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Rhein-Erft-Kreis findet sich im Internet unter

lokaler Link www.aekno.de/Verbundweiterbildung/Rhein-Erft-Kreiss

Eine Liste der insgesamt 35 Weiterbildungsverbünde in Nordrhein findet sich im Internet unter

lokaler Link www.aekno.de/Verbundweiterbildung.

lokaler Link Testimonial hochladen und für den Hausarztberuf werben

Zum Hintergrund

Nach den Zahlen des Bundesarztregisters sind etwa 20 Prozent der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte über 60 Jahre alt. Im Kammerbezirk Nordrhein müssten bei circa 6.000 hausärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen jährlich 200 neue Ärztinnen und Ärzte nachrücken, um diese Lücke zu schließen. Derzeit liegt die Zahl lediglich bei 100 Ärztinnen und Ärzten pro Jahr. Umso wichtiger sind nachhaltige Programme wie die Hausärztlichen Weiterbildungsverbünde, die in vielen Orten und Regionen Nordrheins entstehen.

bre


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letzte Änderung am: 17.01.2013



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