Geschäftsstelle Qualitätssicherung NRW

Die Qualität der ärztlichen Berufsausübung zu sichern und zu fördern ist ein zentrales Anliegen der Ärztekammer Nordrhein. Ihre Mitglieder unterstützt die Kammer im Umgang mit den sich dynamisch verändernden Anforderungen zum Nachweis der Qualität der ärztlichen Berufsausübung.

Grafik Qualitätssicherung in der Ärztekammer Nordrhein
Die Geschäftsstelle QS-NRW

Die Geschäftsstelle Qualitätssicherung (QS-NRW) mit den Standorten Düsseldorf (bei der Ärztekammer Nordrhein) und Münster (bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe) betreut die Verfahren zur datengestützten Qualitätssicherung im Krankenhaus. Im Lenkungsausschuss der QS-NRW arbeiten die beteiligten Partner der Selbstverwaltung eng zusammen, um die Qualität der stationären Versorgung in den erfassten Leistungsbereichen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Nach Vorgabe des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) werden in ausgewählten Bereichen Daten zu allen stationär behandelten Patienten und Patientinnen zur Qualitätssicherung erhoben. Die Datenerhebung und die Berechnung der Qualitätsindikatoren erfolgt nach bundeseinheitlichen Rechenregeln.

Die Ergebnisse der meisten Indikatoren und die fachliche Bewertung der Auffälligkeiten durch die medizinischen Arbeitsgruppen von QS-NRW werden in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser veröffentlicht. In den medizinischen Arbeitsgruppen der QS-NRW engagieren sich Mitglieder der beiden Ärztekammern Nordrhein und Westfalen- Lippe bei der Bewertung der Ergebnisse und im Rahmen von kollegialen Gesprächen und Besuchen in den Kliniken. Auch in den Bundesfachgruppen des Instituts für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) und in den Fachgruppen des G-BA sind Kammermitglieder aktiv.

Die Geschäftsstelle Qesü NRW
Grafik Elemente der datengestützten Qualitätssicherung

Die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe sind seit Mitte 2018 im Rahmen der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü) gemäß Qesü-Richtlinie und im Auftrag der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Qesü NRW gemeinsam als Geschäftsstelle Qesü NRW tätig.

Die Geschäftsstelle betreut in enger Zusammenarbeit mit den Kassenärztlichen Vereinigungen und der Krankenhausgesellschaft NRW die Verfahren der sektorübergreifenden Qualitätssicherung. Diese betreffen in der praktischen Umsetzung alle gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten. Die Verfahren sollen insbesondere die Ergebnisqualität verbessern, valide und vergleichbare Erkenntnisse über die Versorgungsqualität gewinnen und zur selbstbestimmten Patientenentscheidung beitragen. Die Qualitätssicherungsverfahren gemäß Qesü-Richtlinie umfassen derzeit die perkutane Koronarangiographie und Intervention (PCI) und die Vermeidung nosokomialer Wundinfektionen (QS WI).

Qualitätssicherung Früh- und Reifgeborene

Der Lenkungssauschuss der QS-NRW erhielt vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) im Jahr 2017 die Aufgabe, mit Perinatalzentren in NRW, die die Personalvorgaben in der Pflege gemäß Qualitätssicherungsrichtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL) nicht erfüllen, einen klärenden Dialog zu führen. Die Fachgruppe bestehend aus Chef- und Oberärzten der Neonatologie, Pflegeexperten, Vertretern der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und Vertretern der Landesverbände der Kranken- und Ersatzkassen begutachtete und bewertete Ende 2017 die pseudonymisierten Rückmeldungen der Einrichtungen in NRW, die dem G-BA als Perinatalzentren die Nicht-Erfüllung der Personalvorgaben erklärt hatten. Mit den betroffenen Kliniken wurden Zielvereinbarungen geschlossen, die zur Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen sollen. Die Ergebnisse der ersten Verlaufskontrolle zeigen für das erste Halbjahr 2018 in nahezu allen Häusern Verbesserungstendenzen.

Qualitätsindikatoren in der Krankenhausplanung

Auf Beschluss des G-BA werden seit 2017, zunächst in den Leistungsbereichen Geburtshilfe, Gynäkologische Operationen und Mammachirurgie, statistisch auffällige Ergebnisse zu bestimmten Qualitätsindikatoren nach fachlicher Klärung durch die Bundesebene für Entscheidungen in der Krankenhausplanung zur Verfügung gestellt. Hierbei ist die Datenvalidierung von besonderer Bedeutung, da bei falscher Dokumentation eine Neuberechnung der Ergebnisse erfolgt. Die Geschäftsstelle QS-NRW hat das Verfahren zur Datenvalidierung mit Vor-Ort-Besuchen und per Aktenabgleich fristgerecht abgeschlossen. Wichtiges Anliegen der Geschäftsstelle war die Beschränkung des bürokratischen Aufwands auf das für die Einhaltung der formalen Vorgaben zwingend notwendige Maß. Der konstruktive Dialog mit allen Beteiligten des Verfahrens stand hierbei im Vordergrund.

Tabelle QS-NRW Leistungsbereiche 2017 - Anzahl Krankenhausstandorte 

Das QS-Portal Internetlink www.qs-nrw.org wurde im Jahr 2016 technisch komplett aktualisiert und bietet neben den Anwendungen für die registrierten Ansprechpartner in den Krankenhäusern für alle Interessierten die Landesauswertungen ab 2003, Informationen zum Verfahren und die Jahresberichte der QS-NRW.

Einzelheiten zum jeweiligen Verfahrensjahr wie auch NRW-Übersichtsstatistiken zu den einbezogenen QS-Modulen (Behandlungsbereichen) können bei Interesse bei der

Geschäftsstelle QS NRW
Tersteegenstr. 9
40474 Düsseldorf
 mail anfragen@qs-nrw.org


als PDF-Dokumente angefordert werden.

Internetlink Geschäftsstelle QS NRW

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letzte Änderung am: 05.12.2018



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Kontakt zur Geschäftsstelle Qualitätssicherung NRW

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mail anfragen@qs-nrw.org

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Rheinisches Ärzteblatt

Heft 1/2019

Titel 1/2019 Titelgestaltung: Eberhard Wolf Quelle: Shutterstock/Illustrator: one AND only

Titelthema

Zusammenhalt statt Resignation

 aktuelle Ausgabe

Bedeutung der Organspende - was können wir in NRW tun?

Organspendeausweis Quelle: BZgA 

Gemeinsam mit veranstalten das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen, Ärztekammer Nordrhein, Ärztekammer Westfalen-Lippe und die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen ein Symposium zu den Frage, wie die Organspende in Nordrhein-Westfalen gefördert werden kann. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 26. Februar im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft statt.

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