Pressemitteilung

Berufsgruppen-übergreifendes Pilotprojekt zur guten Kommunikation mit schwerstkranken und sterbenden Menschen

Ärzteschaft, Pflege und Medizinische Fachangestellte starten Fortbildungsinitiative

Gruppenbild, Ludger Risse, Hannelore König, Rudolf Henke, Dr. Martina Levartz, Professor Dr. Lukas Radbruch, Dr. rer. nat. Heike Zimmermann

Stellten den Medien das Konzept für berufsgruppenübergreifende Fortbildungen zur Kommunikation mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen vor (v.l.n.r.): Ludger Risse, Vorsitzender des Pflegerates NRW e.V., Hannelore König, 1. Vorsitzende, geschäftsführender Vorstand des Verbandes der medizinischen Fachberufe e.V., Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Dr. Martina Levartz, MPH, Geschäftsführerin des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein, Professor Dr. Lukas Radbruch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin des Universitätsklinikums Bonn, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und Dr. rer. nat. Heike Zimmermann, Referat Gesundheitspolitik der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Foto: Jocelyne Naujoks

Düsseldorf. Die Kommunikation mit schwerstkranken und sterbenden Patienten steht im Mittelpunkt eines Pilotprojekts, das Ärzteschaft, Pflege und Medizinische Fachangestellte Ende Oktober in Düsseldorf gestartet haben. In neu konzipierten berufsgruppenübergreifenden Fortbildungen soll trainiert werden, wie zum Beispiel die Mitteilung einer schwerwiegenden Diagnose oder die Besprechung einer lindernden Therapie am Lebensende entsprechend den Bedürfnissen der Patienten gestaltet werden können.

Der Umgang mit Ängsten, Trauer und Tod stellt auch für die Ärzte, Pflegekräfte und Medizinische Fachangestellte eine Belastungsprobe dar. Daher ist neben der Kommunikation mit Patienten und Angehörigen auch die Selbstfürsorge der professionellen Helfer ein Projektschwerpunkt, daneben ein besseres Verständnis der Berufsgruppen untereinander.

An der Initiative beteiligen sich Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, der Pflegerat NRW, der Verband der medizinischen Fachberufe e. V. und das von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung getragene Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein (IQN). Das Projekt wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

„Schwerstkranke und Sterbende gut zu begleiten und ihre Würde und Selbstbestimmung zu achten gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Gesundheitsberufe“, sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, „deshalb ist es von großer Bedeutung, dass gerade in ernsten Situationen eine Atmosphäre des Vertrauens entsteht, in der die Verständigung mit den Patienten gelingt.“

„Vor allem die ambulante und sektorenübergreifende Betreuung von schwerstkranken Patienten gelingt nur dann wirklich gut, wenn alle Beteiligten sehr gut miteinander vernetzt sind. Ärztliches und pflegerisches Handeln müssen nahtlos ineinandergreifen“, so der Vorsitzende des Pflegerates Nordrhein-Westfalen, Ludger Risse.

„Der gegenseitige Austausch und das Verständnis der Professionen untereinander kann zum Beispiel durch die gemeinsame Besprechung von konkreten Fallbeispielen wesentlich verbessert werden“, sagte Hannelore König, 1. Vorsitzende geschäftsführender Vorstand des Verbandes medizinischer Fachberufe.

„Viele Ärztinnen und Ärzte fühlen sich nicht ausreichend ausgebildet, sind unsicher und haben Angst, was dazu führt, dass sie Gespräche mit schwerkranken oder sterbenden Patienten meiden oder möglichst kurz und distanziert halten“, so Professor Dr. Lukas Radbruch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin des Universitätsklinikums Bonn und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.

„Die interprofessionelle Fortbildung kann erheblich zu einer besseren Versorgung der schwerstkranken und sterbenden Patienten beitragen, deshalb sollte nach dem Pilotprojekt eine flächendeckende Umsetzung für das ganze Rheinland angestrebt werden“, erklärte Dr. Heike Zimmermann von der KV Nordrhein.

„Interprofessionellen Fortbildung und Zusammenarbeit fördern die Patientensicherheit. Durch das bessere Verständnis der Professionen füreinander profitieren gerade die Patientinnen und Patienten, die einer besonders intensiven Betreuung und Fürsorge bedürfen“, betont Dr. Martina Levartz, Geschäftsführerin des IQN.

Düsseldorf, 28. Oktober 2015

Logos KN Nordrhein, Pflegerat NRW, Verband medizinischer Fachberufe, Ärztekammer Nordrhein 


Statements zum vorgestellten Pilotprojekt

Rudolf Henke (38,22 KB) Präsident der Ärztekammer Nordrhein

Ludger Risse (63,55 KB) Vorsitzender des Pflegerates NRW e.V.

Hannelore König (36,52 KB) 1. Vorsitzende geschäftsführender Vorstand des Verbandes der medizinischen Fachberufe e.V.

Professor Dr. Lukas Radbruch (8,00 KB) Direktor der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin des Universitätsklinikums Bonn, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

Dr. rer. nat. Heike Zimmermann (141,33 KB) Referat Gesundheitspolitik der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Dr. Martina Levartz, MPH (36,77 KB) Geschäftsführerin des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein


Medienecho (Auswahl):

Rheinische Post

Westdeutsche Allgemeine Zeitung/derwesten.de

aerztezeitung.de

aerzteblatt.de

bild.de

focus.de



Zurück zur Übersicht

  Zum Seitenanfang

letzte Änderung am: 30.10.2015



Datenschutzgrundverordnung

Europasterne mit Paragraphenzeichen Foto: BillionPhotos com/Fotolia.com und froxx/Fotolia.com

interner Link Informationen zur Datenschutzgrundverordnung, die am 25.5.2018 Gültigkeit erlangt.

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 11/2018

Titel 11/2018 Titelgestaltung: Eberhard Wolf Foto: Phanie/Yourphototoday

Titelthema

Draußen vor der Stadt

 aktuelle Ausgabe

Häusliche Gewalt und Kindeswohl

Hände hinter Stoff Foto: Photocreo Bednarek Fotolia.com 

Gemeinsam mit der Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein veranstaltet die Ärztekammer Nordrhein am Freitag, 16. November 2018 ab 10.00 Uhr im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft eine Fachtagung zum Thema "Häusliche Gewalt und Kindeswohl".

interner Link Programm und Anmeldung

Blickwechsel Demenz: "Operation gelungen, Patient verwirrt?"
Grafik Operationssaal, Ärzte, Patient Illustration: depositphoto.com, leremy/Tina Ennen

Illustration: depositphoto.com, leremy/Tina Ennen

Unter dem Titel "Blickwechsel Demenz: "Operation gelungen, Patient verwirrt?" veranstaltet die Ärztekammer Nordrhein zusammen mit der Paritätischen NRW und der Krankenhausgesellschaft NRW eine Fachtagung zum Umgang mit dementen Patienten im Krankenhaus. Die Veranstaltung findet am Samstag, 17. November 2018 von 10 bis 15 Uhr im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft statt.

interner Link Programm und Anmeldung

IQN: Arthroseschmerzen
Logo IQN  

Das Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein (IQN) veranstaltet am Mittwoch 12. Dezember 2018 eine Fortbildung zum Thema "Arthroseschmerzen - Prävention und Behandlungsmöglichkeiten in Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Unter anderem stehen konservative sowie naturheilkundliche Therapieansätze bei Arthrose auf dem Programm der Fortbildung.

interner Link Programm

Materialbestellung

Die Ärztekammer Nordrhein hält zahlreiche Informationsbroschüre und Flyer für Ärztinnen und Ärzte, Bürgerinnen und Bürger oder auch zur Auslage im Wartezimmer bereit. Die Materialien können einfach ein bereitgestelltes Online-Formular bestellt werden.

Interner Link Materialbestellung

Logo Cochrane Library
Jobbörse für MFA
Screenshot Jobbörse

Suchen Sie eine neue Praxis-Mitarbeiter/in oder haben Sie einen Ausbildungs- / Praktikums- / Hospitationsplatz frei? Über die Jobbörse auf unserer Homepage haben Sie die Möglichkeit, schnell und kostenlos ein Inserat aufzugeben. Auch Job-Suchende können hier eine Anzeige schalten.

interner Link Jobbörse

Critical Incident Reporting System NRW. Melde- und Lernsystem für medizinische Beinahe-Fehler für NRW.

 Internetlink www.cirs-nrw.de

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen

Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen.
Kontrollieren Sie dies hier.


Medisuch-Siegel

Die Medizinsuchmaschine "Medisuch" bestätigt der Ärztekammer Nordrhein, dass die Homepage ohne kommerzielle Einflussnahme erstellt ist.

Video über die Ärztekammer Nordrhein
Screenshot-Image-Video

Video (7 Minuten): Die Aufgaben der Ärztekammer Nordrhein

Interner Link Imagevideo