Aktuelle Zahlen zu EHEC-Infektionen

Düsseldorf, 28.6.2011. Seit einigen Wochen registrieren die Gesundheitsbehörden, zunächst in Norddeutschland, inzwischen bundesweit, ein verstärktes Auftreten von Erkrankungen durch Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC). Auch in Nordrhein-Westfalen werden Infektionen mit dem EHEC-Erreger bestätigt und dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium gemeldet. Bei einem Teil der Infizierten entwickelt sich die lebensbedrohliche Komplikation des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS).

Die Landesregierung NRW informiert regelmäßig über das aktuelle Infektionsgeschehen: www.nrw.de

Danach stellt sich die Situation in NRW aktuell (28.06.2011) wie folgt dar:

  • seit 01.05.2011 aus Laboren bestätigte EHEC-Fälle: 409
  • davon HUS-Fälle: 95
Das NRW-Gesundheitsministerium bittet die Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein um besondere Wachsamkeit: Gefährdet sind insbesondere
  • Frauen,
  • Säuglinge,
  • Kinder und
  • ältere abwehrgeschwächte Menschen.

Bei zehn bis zwanzig Prozent der Erkrankten entwickelt sich als schwere Verlaufsform eine blutige Darmentzündung mit krampfartigen Bauchschmerzen, blutigem Stuhl und teilweise Fieber.

Gefürchtet ist das vor allem bei Kindern vorkommende hämolytisch-urämische Syndrom, das durch

  • Blutarmut durch Zerfall seiner Bestandteile,
  • Verlust von Blutplättchen und
  • Nierenversagen bis zur Unfähigkeit, Urin auszuscheiden,

charakterisiert ist. Diese schwere Komplikation tritt in etwa fünf bis zehn Prozent der symptomatischen EHEC-Infektionen auf und ist der häufigste Grund für akutes Nierenversagen im Kindesalter. In der Akutphase liegt die Sterbequote des HUS bei ungefähr zwei Prozent.

Mögliche Infektionsquellen sind

  • der direkte Kontakt mit Tieren oder deren Kot,
  • der Verzehr von Lebensmitteln, zum Beispiel Rindfleisch, Gemüse, Obst und Salat, Rohmilch oder
  • kontaminiertes Wasser und
  • der Kontakt von Mensch zu Mensch.

2010 gab es in Nordrhein-Westfalen 177 Fälle von Erkrankungen durch EHEC-Erreger (Verlauf überwiegend ohne größere Komplikationen). 

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie auch auf der Website des Robert Koch-Instituts www.rki.de sowie vom Bundesinstitut für Risikobewertung www.bfr.bund.de und dort speziell die Verbrauchertipps "Schutz vor Infektionen mit EHEC" und "Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt". 

MGEPA/ÄkNo


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letzte Änderung am: 28.01.2013



Rheinisches Ärzteblatt

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