43. Hausärztlicher Weiterbildungsverbund im Duisburger Süden gegründet

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Feierliche Urkundenübergabe an die Teilnehmer des 43.Weiterbildungsverbundes Duisburg-Süd. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Dr. Rainer Sadra, Ärztlicher Direktor des Malteser Krankenhauses St. Anna, Privat Dozent Dr. Holger Lauschke vom Malteser Krankenhaus, Professor Dr. Susanne Schwalen, Ärztliche Geschäftsführerin der Ärztekammer Nordrhein, Dr. Michael Gummersbach, niedergelassener Hausarzt und Ansprechpartner des Verbundes sowie Karl-Dieter Menzel, Leiter der Weiterbildungsabteilung der Ärztekammer Nordrhein. Foto: Jürgen Brenn

Düsseldorf, Duisburg, 15.1.2015. Mit der feierlichen Urkundenübergabe wurde am Mittwoch, 14. Januar 2015, der 43. Hausärztliche Weiterbildungsverbund - Duisburg-Süd aus der Taufe gehoben. Damit arbeiten in 43 nordrheinischen Weiterbildungsverbünden über 90 Krankenhäuser und rund 360 Praxen für den Nachwuchs an Allgemeinmedizinern.

Auch in Duisburg ist in den kommenden Jahren ein Rückgang von niedergelassenen Allgemeinmedizinern zu erwarten. Bereits heute ist es für Hausärzte oftmals schwierig, geeigneten Nachwuchs für ihre Praxis zu finden. Um dieser Entwicklung adäquat zu begegnen, hat das Malteser Krankenhaus St. Anna im Duisburger Süden in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Hausärzten und unterstützt durch die Ärztekammer Nordrhein den Weiterbildungsverbund Duisburg-Süd gegründet.

„Duisburg ist mit Hausärzten noch gut versorgt, aber das kann sich in Zukunft ändern", sagte die Ärztliche Geschäftsführerin der Ärztekammer Nordrhein, Professor Dr. Susanne Schwalen, bei der Urkundenübergabe mit Blick auf die Überalterung bei den Hausärzten. „Mit der Gründung des Weiterbildungsverbundes Duisburg-Süd verstärken wir den Kampf gegen den Hausärztemangel“, so Schwalen. Der Ärztliche Direktor des Malteser Krankenhauses St. Anna, Dr. Rainer Sadra, sieht die Verbundweiterbildung ebenfalls positiv: "Das Modell entspricht dem Zeitgeist" und erhöhe die Attraktivität für junge Ärztinnen und Ärzte, die Facharztweiterbildung zum Allgemeinmediziner zu durchlaufen.

Vorteile des Konzepts sind ein gemeinsames Curriculum, eine gesicherte Vergütung über die gesamten fünf Jahre der Weiterbildung und eine individuelle Betreuung. Die Zulassung zum Facharzt für Allgemeinmedizin ist Voraussetzung, um sich als Hausarzt niederzulassen. Innerhalb der insgesamt fünfjährigen Facharztweiterbildung absolvieren die Kandidaten in der Regel drei Jahre in der Klinik und zwei bei niedergelassenen Hausärzten. So lernen die Ärzte in Weiterbildung die Anforderungen an den Beruf des Allgemeinmediziners sowie die lokalen Strukturen umfassend kennen, ohne sich neu zu bewerben oder den Wohnort wechseln zu müssen.

Mit dem Verbund werde der Standortvorteil im Duisburger Süden weiter gestärkt, sagte der niedergelassene Allgemeinmediziner Dr. Michael Gummersbach. Privat Dozent Dr. Holger Lauschke vom Malteser Krankenhaus St. Anna sagte zu, dass für interessierte, junge Ärztinnen und Ärzte entsprechende Stellen im Krankenhaus "on top" zu den bestehenden Weiterbildungsstellen geschaffen werden.

 

Eine Übersicht der teilnehmenden Klinik und Praxen am Hausärztlichen Weiterbildungsverbund Duisburg-Süd findet sich im Internet unter

www.aekno.de/Verbundweiterbildung/Duisburg-Süd

Eine Liste aller Weiterbildungsverbünde in Nordrhein findet sich im Internet unter

www.aekno.de/Verbundweiterbildung.

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Zum Hintergrund

Nach den Zahlen des Bundesarztregisters sind etwa 20 Prozent der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte über 60 Jahre alt. Im Kammerbezirk Nordrhein müssten bei circa 6.000 hausärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen jährlich 200 neue Ärztinnen und Ärzte nachrücken, um diese Lücke zu schließen. Derzeit liegt die Zahl lediglich bei 100 Ärztinnen und Ärzten pro Jahr. Umso wichtiger sind nachhaltige Programme wie die Hausärztlichen Weiterbildungsverbünde, die in vielen Orten und Regionen Nordrheins entstehen.

bre

 


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