7. Kammerkolloquium: „Brain under construction“

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[Referentinnen und Referenten des 7. Kolloquiums Kinder- und Jugendgesundheit. Unser Bild zeigt unter anderem Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein (3. v.l.), Dr. Anne Bunte, Vorstandsmitglied der Ärztekammer Nordrhein (3. v.r.) und Ulrich Langenberg, Geschäftsführender Arzt der Ärztekammer Nordrhein (2. v.r.). Foto: Vassiliki Latrovali

Düsseldorf, 18.6.2018. „Die Ärztekammer Nordrhein trägt mit ihrer Kolloquienreihe zur Kinder- und Jugendgesundheit seit Jahren dazu bei, epidemiologische Daten zur Kindergesundheit und Präventionsansätze unterschiedlicher Akteure auf Landes- und Bundesebene bekannt zu machen und darüber in einen interprofessionellen Dialog einzutreten“, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein zur Begrüßung der rund 200 Gäste, die am Samstag, den 16. Juni 2018 ins Haus der Ärzteschaft gekommen waren. Er dankte dem Vorstandsausschuss „Öffentliches Gesundheitswesen, Suchtgefahren und Drogenabhängigkeit“ dafür, dass er in diesem Jahr erstmalig  die Gesundheitsgefahren des Jugendalters und deren Präventionsmöglichkeiten in den Mittelpunkt der Veranstaltung gestellt hat.

Die Adoleszenz beschreibt den Lebensabschnitt zwischen der späten Kindheit und dem Erwachsenenalter. Diese Lebensphase ist geprägt durch die Suche nach Grenzerfahrungen, neuen Erlebnissen und starken Emotionen, zum Teil verbunden mit ersten Rausch- und Gewalterfahrungen, riskantem Verhalten im Straßenverkehr und riskantem Sexualverhalten.

Eltern wissen es seit der Steinzeit, die Wissenschaft kann es nun seit einigen Jahren anhand bildgebender Verfahren auch darstellen: in der Pubertät kommt es zu grundlegenden Umbauprozessen im Gehirn, die ihren Ausdruck in sich verändernden, beziehungsweise neu entwickelnden neuronalen Netzwerken finden und aus  Elternsicht zu suboptimalen Verhaltensweisen führen.

Professor Dr. rer. nat. Kerstin Konrad, Leiterin des Lehr- und Forschungsgebietes Klinische Neuropsychologie der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum in Aachen, stellte in ihrem Eröffnungsvortrag die Besonderheiten der Hirnentwicklung im Jugendalter, aber auch psychologische und hormonelle Veränderungen vor sowie mögliche Zusammenhänge und Determinanten bei der Entwicklung psychiatrischer Störungen. „Um die Phase der Adoleszenz  zu bewältigen, benötigen auch Jugendliche noch einen besonderen Schutz, da sie sich in bestimmten Situationen einfach noch nicht wie Erwachsene verhalten könnten“, erläuterte Konrad. Vor allem bedürften adoleszente Risikogruppen besonderer Hilfe und frühzeitiger Unterstützung.

Wie zielgruppenspezifische Unterstützung und Prävention zum Beispiel bei Essstörungen, Selbstverletzendem Verhalten oder Schulabsentismus aussehen kann, schilderten im Anschluss Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland.

Eine ausführliche Berichterstattung lesen Sie in der nächsten Ausgabe des Rheinischen Ärzteblatts.

sas

 


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