Ärzte und Betroffene thematisieren rituelle Knabenbeschneidung

Düsseldorf, 9.1.2017. „Jungenbeschneidung in Deutschland – eine Bestandsaufnahme“, lautet der Titel einer Veranstaltung der Klinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Düsseldorf, des Vereins MOGiS und der Deutschen Gesellschaft für psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie (DGPM) am Montag, den 8. Mai von 9 bis 18 Uhr in Hörsaal 13b der Uniklinik. „Die gesetzliche Schutzlosstellung von Jungen“, die mit der Einführung des § 1631d BGB für die rituelle Vorhautamputation im Dezember 2012 erfolgt sei, „muss beendet werden, Kinderrechte sind unteilbar und gehen alle an“, sagt Önder Özgeday von MOGiS e.V. Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert die Sonderregelung für Jungen: Pädiater sähen immer wieder „Verletzungen, Infektionen, Blutungen und Vernarbungen“ nach einer Beschneidung, so Verbandspräsident Dr. Thomas Fischbach. „Wir sehen traumatisierte Jungen, die unter Vertrauensverlust, Kastrationsängsten und körperlichen Schmerzen leiden. Wir brauchen endlich ein Verbot der medizinisch nicht indizierten Vorhautentfernung.“

Informationen und Anmeldung unter  www.jungenbeschneidung.de

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