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Aufkleber soll Prävention im Kinderschutz stärken

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Düsseldorf, 17.1.2019. Ein gelber Aufkleber im DIN-A-5 Format, der künftig in jedem Düsseldorfer Vorsorgeheft zu finden sein wird, soll Eltern, die familiäre Probleme durchleben, zu den geeigneten Ansprechpartner führen und sie mit Hilfsangeboten in Berührung bringen. Die Düsseldorfer Kinderschutzambulanz (KSA), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), das Jugendamt Düsseldorf und die Stiftung Deutsches Forum stellten am 16. Januar 2019 ihr neues Pilotprojekt zur Förderung des Kinderschutzes vor. Auch Ärztinnen und Ärzten soll damit die Suche nach geeigneter Unterstützung für ihre jungen Patientinnen und Patienten und deren Familien vereinfacht werden.

„Gewalt und Vernachlässigung von Kindern in Familien sind oft Symptome von Überforderung“, so Dr. Josef Kahl, Kinderarzt und Pressesprecher des BVKJ. Viele Eltern schämten sich, dies ihren Ärzten zu schildern oder wüssten nichts von Hilfsangeboten in ihrer Stadt, so Kahl. „Die Aufmerksamkeit der Eltern muss auf die Institutionen, die sie unterstützen können, gelenkt werden. Genau dies erhoffen wir uns durch den Aufkleber“, sagt Dr. Gabriele Komesker, Leiterin der KSA. Sie und ihr Team bieten Eltern in diversen Sprechstunden professionelle Hilfe an und sind auf dem Einlegeblatt vertreten. Stephan Siebenkotten-Dalhoff, Abteilungsleiter Soziale Dienste im Jugendamt Düsseldorf betont: „ Wir als Jugendamt möchten, das Familien frühzeitig mit Hilfsmöglichkeiten in Kontakt kommen, die optimal zu ihrer Lebenssituation passen.“ Mit-Initiator, Dr. Wilfried Kratzsch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft und ehemaliger Oberarzt des Kinderneurologischen Zentrums der Sana-Kliniken Düsseldorf, weiß um die verheerenden Folgen, die frühkindliche Misshandlungen mit sich bringen. „Gewalt in der Familie zieht sich durch Generationen. Nur wenn wir früh eingreifen, können wir etwas bewirken“, so Kratzsch.


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