Vorlesen

Impfen aktuell: Eine wissenschaftliche Betrachtung

iqn-impfen.JPG
Referentinnen und Referenten der Fortbildungsveranstaltung "Aktuelles Wissen zum Impfen"(v.l.n.r.): Dr. Hermann Josef Kahl, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin in Düsseldorf, PD Dr. Jennifer Neubert, Oberärztin der Klinik für Kinder-Onkologie,-Hämatologie und Klinische Immunologie des Universitätsklinikums Düsseldorf, Dr. Carsten König M. san., Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Dr. Ulrike Haars, Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie in Krefeld, Dr. Burkhard Rieke, Arzt für Innere Medizin, Tropenmedizin und Infektiologie in Düsseldorf, Dr. Martina Levartz, Leiterin des IQN und Dr. rer. nat. Holger Neye, Leiter der Abteilung Pharmakotherapieberatung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. © Vassiliki Latrovali

Düsseldorf, 10.10.2019. Der aktuelle Wissensstand rund um das Impfen stand am Mittwoch, den 9. Oktober 2019, im Fokus einer Fortbildungsveranstaltung des Instituts für Qualitätssicherung Nordrhein (IQN) im Haus der Ärzteschaft. Dr. Carsten König M. san., Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein befürwortete das Masernschutzgesetz des Gesundheitsministeriums: "Ich kam während meines Studiums das erste Mal mit den Folgen des Nicht-Impfens in Berührung. Ich arbeitete in der Neuropädiatrie der Uniklinik Düsseldorf. Die Hälfte der Kinder, die damals dort behandelt wurden, kämpfte gegen Masernkomplikationen. Und der Anblick war erschreckend und traurig".

Auch Dr. Ulrike Haars, Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie, sprach sich für ein verantwortungsvolle Impfgesellschaft aus. Gesunde Menschen können sich ihrer Erfahrung nach oft nicht vorstellen, schwer zu erkranken. "Aber meist trifft es dann genau diese Menschen, weil alle anderen, besonders die mit geschwächtem Immunsystem, bereits geimpft sind und auch alle Impftermine wahrnehmen", so Haars.

"Wir Ärztinnen und Ärzte müssen auf eine transparente Aufklärung setzen, dann können wir zumindest die Impfskeptiker überzeugen", sagte Dr. Herrmann Josef Kahl, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin. Dazu gehöre natürlich auch, über mögliche Nebenwirkungen aufzuklären und darüber, wie selten diese Vorkommen, so Kahl. Gegen tatsächliche radikale Impfgegner, so der Kinderarzt, könne man leider wenig tun.

Einen ausführlichen Bericht über die Fortbildungsveranstaltung und weitere Informationen zum Impfen lesen Sie in der folgenden Ausgaben des Rheinischen Ärzteblattes.

vl


Kontakt zur Pressestelle

Pressesprecher: Horst Schumacher
0211 / 4302 2010

stellv. Pressesprecherin: Sabine Schindler-Marlow
0211 / 4302 2030

pressestelle(at)aekno.de