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Wie begegne ich Gewalt in der Praxis und in der Notaufnahme?

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Referentinnen und Referenten der Fortbildungsveranstaltung "Wie begegne ich Gewalt in der Praxis und in der Notaufnahme?" (v.l.n.r.): Dr. Vasiliki Böllinghaus-Nikolaou, Referentin am Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein (IQN), Peter Werkmüller, Kriminalhauptkommissar am Polizeipräsidium in Düsseldorf, Engelbert Schödder, Berufsfeuerwehrmann und Fachberater für Psychotraumatologie des psycho-sozialen Unterstützungsteams in Köln, Dr. Martina Levartz, Leiterin des IQN, Privatdozentin Dr. Christiane Montag, Leitende Oberärztin und Leiterin des Fachbereichs Psychotische Erkrankungen an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité in Berlin und Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. © Vassiliki Latrovali

Düsseldorf, 22.08.2019. Präventionsstrategien und Deeskalationsmethoden bei Gewaltbegegnungen in Praxis und Notaufnahme standen am Mittwoch, den 21. August 2019, im Fokus einer Fortbildungsveranstaltung im Haus der Ärzteschaft. „65 Prozent der Ärzte in Nordrhein haben laut des aktuellen Ärztemonitors der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Gewalt bei ihrer ärztlichen Tätigkeit erfahren“, sagte Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Auch Privatdozentin Dr. Christiane Montag, Leitende Oberärztin und Leiterin des Fachbereichs Psychotische Erkrankungen an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité in Berlin, berichtete von täglichen Vorkommnissen und einem erhöhten Gewaltpotenzial vieler Patienten.


Peter Werkmüller, Kriminalhauptkommissar aus Düsseldorf warnte die 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in gefährlichen Situationen nicht unbedacht zu handeln: „Spielen Sie nicht die Helden! Wenn etwas in Ihrer Praxis oder der Klinik passiert, alarmieren Sie die Polizei und erstatten Anzeige“. Engelbert Schödder, Berufsfeuerwehrmann und Fachberater für Psychotraumatologie des psycho-sozialen Unterstützungsteams in Köln legte den Ärztinnen und Ärzten nahe, sich verbale und körperliche An- und Bedrohungen nicht gefallen zu lassen und sofort der Polizei zu melden. „Um Ihr Team und sich zu schützen, ist es ratsam solche Vorfälle zu melden. Bei vielen Menschen können bereits aggressive, verbale Attacken zu Traumata führen, es ist daher wichtig vorzubeugen.“
 

Einen ausführlichen Bericht über die Fortbildungsveranstaltung und weitere Tipps zum Umgang mit gewaltbereiten Patienten lesen Sie in einer der folgenden Ausgaben des Rheinischen Ärzteblattes.

vl


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