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Der Einheitsversicherung eine Absage erteilen

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Rudolf Henke, Präsident der Ärzekammer Nordrhein Foto: Jochen Rolfes

Düsseldorf, 18. März 2017 (ÄkNo). Die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein hat alle politischen Kräfte aufgefordert, am dualen System der Krankenversicherung in Deutschland festzuhalten und einer „Einheitsversicherung“ eine Absage zu erteilen. „Deutschland verfügt über eine im internationalen Vergleich hervorragende Gesundheitsversorgung. Ein wesentlicher Grund ist die Dualität von Gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und Privater Krankenversicherung (PKV)“, so die Delegierten in einem heute (Samstag, 18. März) in Düsseldorf gefassten Beschluss.

Die PKV leiste einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungsqualität, weil sie es Ärztinnen und Ärzten unter anderem regelmäßig schneller ermögliche, ihren Patienten Innovationen zur Verfügung zu stellen. Nur so sei ein Vergleich der Leistungen zwischen der GKV und der PKV möglich. Nach Ansicht der rheini-schen Ärzte wirkt dieser Dualismus als Bremse für Leistungseinschränkungen in der GKV.

Eine Einheitsversicherung, so Kammerpräsident Rudolf Henke, würde die Pati-enten in ein System ohne Alternative und Korrektiv zwängen. Zudem würden auch die noch vorhandenen Freiheiten im Gesundheitssystem weiter beschnit-ten. Das könne aber nicht im Interesse von Patienten und Ärzten sein, sagte Henke.

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Entschließungen der Kammerversammlung am 18. März 2017 im Wortlaut

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