Der Patient im Mittelpunkt – 20 Jahre Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin

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Professor Dr. Friedemann Nauck: "Palliativmedizinist in der Regelversorgung angekommen." Foto: bre

„Die Palliativmedizin ist in der Regelversorgung angekommen“, stellte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) Professor Dr. Friedemann Nauck auf dem 10. Kongress der DGP in Düsseldorf fest. Die Fachgesellschaft wurde vor 20 Jahren gegründet und damals von vielen belächelt, so Nauck. Ähnlich erging es auch der Hospizbewegung, deren Ideen aus England importiert wurden. Heute ist die Versorgung von Patientinnen und Patienten am Ende des Lebens ohne palliativer oder hospizlicher Begleitung kaum mehr vorstellbar. Aber nicht nur diese Patienten profitieren immer öften von Palliation.

Professor Dr. Raymond Voltz, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin an der Uniklinik Köln, sagte auf dem Kongress, dass zur Palliativmedizin Grundlagenforschung, die klinische Forschung aber auch die Versorgungsforschung gehörten. Die Versorgungsforschung ist ein Schwerpunktthema des Palliativ-Kongresses. Der Vorsitzende des Deutschen Netzwerkes Versorgungsforschung (DNVF) Professor Dr. Edmund Neugebauer begrüßte die Kooperation mit der Palliativmedizin, da diese „eine starke Patientenorientierung“ habe und damit eine große Affinität zur Versorgungsforschung, die ebenfalls den Patienten und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stelle. Über den von der großen Koalition vorgesehenen Innovationsfond werden jährlich rund 75 Millionen Euro für die Versorgungsforschung zur Verfügung gestellt, was Spielraum für Projekte bietet, die patientenorientiert und sektorübergreifend ausgerichtet sind, so Neugebauer.

Der 10. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin hat bis 27. Juni 2014 seine Pforten geöffnet. Am Freitag, 27.6. findet ab 17 Uhr ein Bürgerforum „Leben mit dem Tod – Was Gesunde von Sterbenden lernen können“ für interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Plenarsaal des Landtags NRW statt.

www.dgp-dkvf2014.de

Eine ausführliche Berichterstattung finden Sie in der Augustausgabe des Rheinischen Ärzteblattes.

bre


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