Deutscher Krankenhaustag: Lob und Kritik für Krankenhausreform

Düsseldorf, 18.11.2015. Unisono zeigten sich die Veranstalter des 38. Deutschen Krankenhaustages in Düsseldorf im Rahmen der Medica mit dem Krankenhausstrukturgesetz weitgehend zufrieden. "Die Krankenhausreform stellt die Finanzierung der laufrenden Kosten der Kliniken auf eine deutlich verbesserte Grundlage", sagte Professor Dr. Hans-Fred Weiser, Präsident des Krankenhaustages. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, sieht in der durch das Gesetz verbesserten Finanzausstattung der Krankenhäuser eine gute Chance, dass sich die Zahl der defizitär arbeitenden Kliniken deutlich verringert. Und der Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands, Dr. Josef Düllings sagte: "Das Krankenhausstrukturgesetz ist ein erster wichtiger Schritt hin zu einer Versorgung, die wieder näher am Patienten ist. Ärzte, Pflegende und Kliniken werden dabei unterstützt, die bislang hochwertige Patientenversorgung auch in Zukunft sicherzustellen."

Georg Baum kritisierte allerdings, dass die Reform keine Lösung biete zum Problem der "absolut unzureichenden Investitionsfinanzierung". Düllings ergänzte, dass von Jahr zu Jahr rund drei Milliarden Euro für notwendige strukturelle Investitionen in die Krankenhäuser fehlten, die von den Ländern nicht geleistet würden. Weiser sieht auch Mängel bezüglich der im Reformgesetz enthaltene Qualitätsoffensive. Es sei nicht gewährleistet, dass die notwendigen Qualitätsindikatoren zeitnah, wissenschaftlich fundiert und in rechtssicherer Form vorgegeben werden können. Auch könne das Kriterium der Mindesmengenregelung das System der Weiterbildung in den Kliniken gefährden oder auch zur Strukturbereinigung missbraucht werden, befürchtet der Präsident des Krankenhaustages.

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