Henke: Gesundheit unserer Kinder fördern und schützen

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Zur Fachtagung der Ärztekammer Nordrhein "Von Anfang an - gemeinsam für Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen" begrüßte Kammerpräsident Rudolf Henke die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Ingrid Fischbach, im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Foto: JochenRolfes.de

Düsseldorf, 27.3.2014. Prävention und Gesundheitsförderung versprechen umso mehr Erfolg, je früher sie einsetzen. Darauf hat die Ärztekammer Nordrhein mit ihrer Fachtagung „Von Anfang an – Prävention bei Kindern und Jugendlichen“ in dieser Woche in Düsseldorf aufmerksam gemacht. „Prävention für Kinder und Jugendliche muss am Verhalten und den Verhältnissen ansetzen, um langfristig Wirkung zu erzielen“, sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke.

Ein Hintergrund der Fachtagung war das Vorhaben der Berliner Regierungskoalition, noch in diesem Jahr ein Präventionsgesetz zu verabschieden. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Ingrid Fischbach, erläuterte im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft die Strategie der Bundesregierung. Danach sollen die Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen weiterentwickelt, die Impfquoten erhöht und die Gesundheitsförderung in Lebenswelten wie Kindertagesstätte, Schule und Freizeit gestärkt werden.

Armut sei der größte Risikofaktor für gesundheitliche Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Adipositas oder soziogene Entwicklungsstörungen, sagte Kammerpräsident Henke. Daher sieht er die Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen nicht allein als Aufgabe des Gesundheitswesens, sondern der Gesellschaft insgesamt an. So stärke das Kinderschutzgesetz mit der verpflichtenden Einrichtung der sogenannten Frühen Hilfen die Kinder und die Familien, sagte Henke.

Nach seiner Auffassung sollen bereits erprobte Konzepte zur Gesundheitsförderung von Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen künftig weitere Verbreitung finden. In Zusammenarbeit mit über 300 rheinischen Grundschulen haben Ärztekammer Nordrhein und AOK Rheinland/Hamburg mit dem Programm „Gesund macht Schule“ bereits ein erfolgreiches Konzept zur Gesundheitsförderung etabliert.

Aus ärztlicher Sicht sei es auch sinnvoll, das Vertrauensverhältnis der Eltern und Kinder zu den betreuenden Ärzten künftig intensiver zur primär-präventiven Beratung zu nutzen, sagte Henke. Erste Ergebnisse einer Studie der Ärztekammer Nordrhein in Kölner Hausarztpraxen zeigen, dass Hausärzte im Dialog etwa mit übergewichtigen Menschen deren Eigenverantwortung für die Gesundheit wecken und ihre Patienten zu mehr körperlicher Aktivität bewegen können.

Ein ausführlicher Bericht über die Fachtagung wird im Rheinischen Ärzteblatt Mai zu lesen sein.


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