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Kinder und Schwangere vor Passivrauchen im Auto schützen und Werbeverbot für Tabak umsetzen

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Delegierte der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein, 24. November 2018. Foto: Jürgen Brenn

Düsseldorf, 24.11.2018. Die Ärztinnen und Ärzte im Rheinland setzen sich für ein Rauchverbot in Kraftfahrzeugen ein, wenn dort Kinder oder Schwangere mitfahren. „Die Konzentration vieler schädlicher Inhaltsstoffe ist sogar in dem Rauch, der an die Umgebung abgegeben wird, höher als im aktiv inhalierten Tabakrauch“, heißt es in einer am Samstag, 24. November 2018 verabschiedeten Resolution der Delegierten der Kammerversammlung.

„Kinder sind als Passivraucher besonders gefährdet, da sie eine wesentlich höhere Atemfrequenz haben als Erwachsene und daher wesentlich mehr Schadstoffe aufnehmen als ein passivrauchender Erwachsener. Außerdem ist ihr Entgiftungssystem noch nicht ausgereift “, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein. In zahlreichen Studien sei nachgewiesen worden, so Henke, dass die Konzentration der Tabakrauchpartikel im Fahrzeuginneren aufgrund des geringeren Raumvolumens rapide ansteige und selbst bei leicht geöffnetem Fenster Werte ähnlich jenen in Raucherkneipen erreicht würden. Kinder, die wiederholt Tabakqualm ausgesetzt seien, hätten ein erhöhtes Risiko für Beschwerden und Erkrankungen der Atemwege, eine beeinträchtigte Lungenfunktion und Mittelohrentzündungen, so der Präsident.

Das „rheinische Ärzteparlament“ hat den Deutschen Bundestag zudem aufgefordert, den Gesetzentwurf für ein Tabakwerbeverbot endlich zu einer Entscheidung zu bringen. Deutschland hatte sich bereits 2003 verpflichtet, eine entsprechende EU-Richtlinie zur Tabakwerbung umzusetzen. „Kinder und Jugendliche sollten möglichst in einer Umwelt aufwachsen, in der das Nichtrauchen der Normalzustand ist und in der sie auch nicht durch Werbung zum Rauchen animiert werden“, heißt es in der Resolution.

ÄkNo

10. Kammerversammlung am 24. November 2018 - Pressemitteilungen und Entschließungen im Wortlaut

 


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