LVR will 700 geflüchtete Menschen aufnehmen

Köln, 28.8.2015. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) will an seinen psychiatrischen Klinikstandorten im Rheinland in den kommenden Monaten bis zu 700 geflüchteten Menschen Obdach bieten. Das kündigte Professor Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung des LVR, vor Journalisten in Köln an. Am Klinikum Bedburg-Hau sind nach Angaben des LVR bereits circa 80 Menschen untergekommen. Im November sollen in Viersen weitere 100 Menschen einziehen können. Darüber hinaus ist vorgesehen, an den Klinikstandorten in Düren, Langenfeld und Düsseldorf sowie erneut in Viersen Platz für weitere 500 Menschen zu schaffen. In der Jugendeinrichtung Halfeshof in Solingen werden derzeit darüber hinaus zwölf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern und aus Afghanistan betreut. Eine zweite Gruppe ist geplant.

Im Bedarfsfall ausweiten will der Landschaftsverband nach den Worten Wilhelms auch sein psychotherapeutisches, ambulantes Behandlungsangebot für Flüchtlinge. Dies könne auch bedeuten, befristet zusätzliche Ärztinnen und Ärzte an den Standorten anzustellen, sagte Wilhelm.

Der LVR betreibt in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln neun psychiatrische Kliniken und eine orthopädische Klinik mit insgesamt 6.000 stationären und tagesklinischen Behandlungs- und Betreuungsplätzen. Etwa 60.000 Patientinnen und Patienten lassen sich dort jährlich behandeln.


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