Neuer Rahmen für die Prävention und Gesundheitsförderung in NRW

Düsseldorf, 23. November 2017. Die Landesgesundheitskonferenz (LGK) stellt sich im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung neu auf: Statt der bisher parallel arbeitenden „Landesinitiativen“ mit eigenen Lenkungs- und Arbeitsstrukturen wird eine übergreifende Landesinitiative „Gesundheitsförderung und Prävention“ eingerichtet, heißt es in der Entschließung der 26. Landesgesundheitskonferenz, die am Mittwoch, 22. November 2017 in Grevenbroich tagte.

„Damit richten wir die gesundheitliche Prävention in Nordrhein-Westfalen neu aus“, kommentierte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann den Beschluss. „Wir wollen gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen schaffen, die alle Menschen in Nordrhein-Westfalen unabhängig ihres Geschlechts, Alters und kulturellen Hintergrunds erreichen. Dies gilt insbesondere für Menschen in schwierigen Lebenslagen“, so Laumann.

Vorrangige Ziele der neuen Initiative sollen die Schaffung und Sicherstellung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen sein, die dem Zweck dienen sollen, 

  • gesunde Ernährung zu fördern,
  • für ausreichende Bewegung zu sorgen,
  • psychische Gesundheit zu unterstützen,
  • missbräuchlichen Konsum zu verringern und den Einstieg in Sucht zu verhindern,
  • Unfälle zu verhindern,
  • Infektionen zu vermeiden,
  • Impfungen zu fördern.

Das Lenkungsgremium der neuen Initiative soll insbesondere folgende Aufgaben übernehmen:

  • Entwicklung von Leitlinien und Qualitätsstandards für Maßnahmen im Rahmen der Landesinitiative,
  • Priorisierung von Maßnahmen und deren Umsetzungszeiträumen,
  • Initiierung von Innovationen (Themen, Methoden, Medien, in der Praxis),
  • Ansprache potentieller neuer Akteurinnen und Akteure und ihre Einbindung in die Landesinitiative,
  • Begleitung und Unterstützung jeweils bestehender (in der Regel temporärer oder Ad-hoc-) Arbeitsgruppen,
  • Vernetzung und Koordination,
  • Informationsvermittlung und Gewährleistung von Transparenz der Landesinitiative durch Öffentlichkeitsarbeit sowie
  • Entwicklung von Routinen des Austausches mit der Landesgesundheitskonferenz, den Kommunalen Gesundheitskonferenzen und den Gremien bestehender weiterer Maßnahmen mit Bezug zu Gesundheitsthemen.

Sogenannte Dialog- und Transfer-Foren „sollen Transparenz schaffen, den Austausch zwischen den Akteuren fördern und die Kontaktflächen der Landesinitiative Gesundheitsförderung und Prävention ausweiten. Die Foren zielen darauf ab, dem heterogenen Flächenland Nordrhein-Westfalen mit seiner Vielfalt von Zielgruppen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen und gesundheitsförderlichen Anliegen gerecht zu werden. Sie ermöglichen breite Teilhabe und differenzierte inhaltliche Diskussion und tragen dazu bei, das Landespräventionskonzept beziehungsweise die Landesinitiative Gesundheitsförderung und Prävention kontinuierlich weiterzuentwickeln“, heißt es in der Entschließung.

Die Ausschreibung zum Wettbewerb „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen - Innovative Projekte im Gesundheitswesen“ soll im kommenden Jahr im Zeichen des Schwerpunktthemas „Integrierte Präventionskonzepte – Gesundheit in allen Politikbereichen“ stehen.

www.mags.nrw/landesgesundheitskonferenz

Das sind die Aktuere der Landesgesundheitskonferenz

Die Landesgesundheitskonferenz NRW dient der partnerschaftlichen Abstimmung zwischen allen gesundheitspolitischen Akteuren im Land. Mitglieder sind unter anderem die Heilberufskammern wie die Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen in Nordrhein und Westfalen-Lippe, die Krankenkassenverbände, die Krankenhausgesellschaft, Selbsthilfe- und Patientenvertretungen und die Freie Wohlfahrtspflege. Den Vorsitz hat das Landesgesundheitsministerium.

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