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Öffentlicher Gesundheitsdienst braucht gute Personalausstattung

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Dr. Jan Leidel, Ehrenpräsident des 117. Deutschen Ärztetages. Foto: privat

Düsseldorf, 28.5.2014. Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) hat sich von einer Kontrollbehörde zu einer serviceorientierten Einrichtung für Bürgerinnen und Bürger weiterentwickelt, die Aufgaben vom Kinderschutz über Hygienemaßnahmen bis hin zur Pandemieplanung hat. Damit der ÖGD diese Aufgaben auch zukünftig bewältigen kann, forderte der 117. Deutsche Ärzte in Düsseldorf einstimmig:

  1. Eine adäquate ärztliche Personalausstattung in den Gesundheitsämtern.
  2. Eine Aufwertung des Faches Öffentliches Gesundheitswesen in der klinischen Ausbildung.
  3. Eine angemessene Bezahlung der im ÖGD tätigen Ärztinnen und Ärzte.
  4. Eine obligate Leitung der Gesundheitsämter durch Ärztinnen und Ärzte.

Mit diesen Forderungen erfüllt der Deutsche Ärztetag die Hoffnung des Ehrenpräsidenten des diesjährigen Deutschen Ärztetages, Dr. Jan Leidel, dass von Düsseldorf ein starkes Signal für den ÖGD ausgeht.

Die dritte Säule darf nicht bröckeln(Rheinisches Ärzteblatt Mai 2014)

Zur Person: Dr. Jan Leidel

Der ehemalige Leiter des Kölner Gesundheitsamtes, Dr. Jan Leidel, war Ehrenpräsident des 117. Deutschen Ärztetages in Düsseldorf (27.-30. Mai 2014). Jan Leidel wurde am 14. Juli 1944 in Gießen geboren. Nach dem Studium der Medizin durchlief er Weiterbildungen zum Arzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie sowie zum Arzt für Öffentliches Gesundheitswesen in Gießen, Köln und Düsseldorf. 1977 begann er seine Arbeit im Gesundheitsamt der Stadt Köln als Leiter des Sachgebiets „Seuchenbekämpfung und Hygiene“ und übernahm von 1985 bis Juli 2009 die Leitung des Amtes. Während seiner Amtszeit wurde das Kölner Gesundheitsamt eine der ersten Einrichtungen, die sozialkompensatorische Arbeitsansätze entwickelte, so zum Beispiel die hausärztliche Versorgung von in Köln lebenden Menschen, die keinen festen Wohnsitz haben, chronisch psychisch krank sind, oder aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, an der gesundheitlichen Regelversorgung teil zu haben. Seit Juni 1993 ist Dr. Jan Leidel Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI), seit Februar 2011 deren Vorsitzender.

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