Vorlesen

Rheinische Ärzteschaft für Verbot von Tabakwerbung und Erhalt rauchfreier Kneipen in NRW

logo-aekno-150.jpg
Logo Ärztekammer Nordrhein

Düsseldorf, 18. März 2017 (ÄkNo). Die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein hat den Deutschen Bundestag aufgefordert, noch in dieser Legislaturperiode über den von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurf für ein Tabakwerbeverbot zu entscheiden. „Es ist dringend Zeit, Tabakreklame im öffentlichen Raum zu unterbinden, denn diese Reklame wirkt auch auf Kinder und Jugendliche ein“, heißt es in einer heute (Samstag, 18. März) gefassten Resolution.

Deutschland hatte sich bereits im Jahr 2003 verpflichtet, eine entsprechende EU-Richtlinie zur Tabakwerbung umzusetzen. Das von Gegnern einer solchen Regelung vorgetragene Argument, wonach der Gesetzgeber Werbung für legale Produkte nicht verbieten könne, überzeuge ihn jedenfalls nicht, sagte der Präsident der rheinischen Ärztekammer, Rudolf Henke.

An den künftigen Landtag von Nordrhein-Westfalen appellierten die rheinischen Delegierten, die heute in NRW geltenden Regeln zum Nichtraucherschutz – zum Beispiel in Kneipen und Restaurants – nicht anzutasten. „Krankheit und Tod infolge Passivrauchens sind kein Ausdruck von Freiheit, sondern von Unterwerfung und ein Signal der Gleichgültigkeit gegenüber fremder Gesundheit“, so die Kammerversammlung in ihrem Beschluss.

Der Einheitsversicherung eine Absage erteilen

Konzerne bedrohen Wahlfreiheit der Patienten

Rheinische Ärzte lehnen Investitionsmittel der Kassen für Kliniken ab

Ärzte fordern wissenschaftliche Bestandsaufnahme der Wirkung von Rabattverträgen auf die Versorgung

Entschließungen der Kammerversammlung am 18. März 2017 im Wortlaut

Bei Rückfragen und Interviewwünschen:
Horst Schumacher, Pressesprecher der Ärztekammer Nordrhein,
  0172 / 2 12 07 24


Kontakt zur Pressestelle

Pressesprecher: Horst Schumacher
0211 / 4302 2010

stellv. Pressesprecherin: Sabine Schindler-Marlow
0211 / 4302 2030

pressestelle(at)aekno.de